NVidia: Superchip GK110 erst ab 2013 als Geforce-Version

Die Bezeichnung “Superchip” – viele werden es ahnen – ist kein Ausdruck GIGAs sich Richtung Boulevard-Medium zu entwickeln, sondern steht für eine besondere Art des Computing. In diese hohe Leistungsklasse der Mikrochips will NVidia mit dem GK110-GPU-Chip einsteigen, der erst im zweiten Schritt für die gemeine Geforce-Serie freigegeben wird.

NVidia: Superchip GK110 erst ab 2013 als Geforce-Version

Supercomputing

Einmal pro Jahr wird verkündet, welcher (Super-)Computer weltweit der leistungsfähigste ist und wieviele Berechnungen dieser geschafft hat. Dabei handelt es sich in der Regel um Zentralrechner in Serverzentren, Megacluster in Hollywood zur Berechnung der aufwändigen Videosequenzen oder Ähnliches, wobei die Ergebnisse in Teraflops und mittlerweile auch in Petaflops angegeben werden.
Bis zu einen dieser Teraflops schafft wohl auch die kommende * mit der trockenen Bezeichnung GK110, wie der Chiphersteller Anfang der Woche auf seiner GPU Technology Conference (GTC) erläuterte. Deswegen sei diese auch fürs Supercomputing geeignet und vorgesehen, deswegen darf der Chip erst “Superchip” genannt werden.

Logische Konsequenz daraus ist, dass der große Bruder des erst kürzlich eingeführten GK104-Chip

zuerst auf den “Tesla K20″-PCBs (power circuit board) zum Einsatz kommt. Erst ab 2013 sei man dann soweit, die GPUs auch auf normalen Geforce-PCBs vertreiben zu können. Ausnahmsweise ist das große Ziel also mal nicht das Weihnachtsgeschäft, aber was ist eigentlich technisch anders an den GK110?

Aufgebohrt an allen Ecken

Besonders in den sogenannten Double Precision Berechnungen hat die GPU wohl deutlich zugelegt, was mit den bis zu 255 Registern pro Thread zu tun haben dürfte, die gleichzeitig benutzt werden können. Beim kleineren GK104 sind dies nur 63, was schon einmal einen Vorgeschmack gibt, wohin die Reise geht.
7,1 Milliarden Transistoren, 2880 Shadereinheiten und 240 Textureinheiten sind ebenfalls etwa doppelt so viel wie an gängigen HighEnd-GPUs heute üblich seien, schreibt heise.de. Hinzu komt noch eine grössere Busbreite von 384 Bit (GK104=256Bit), die sich in sechs 64Bit-Modulen ihre Arbeit teilen.

Das führe außerdem dazu, dass diese kommende Chipgeneration von NVIDIA wieder etwas mehr

VRAM brauche. Drei oder gar sechs Gigabyte seien da sehr wahrscheinlich, schreibt die computerbase, aber das wird man eben erst nach dem nächsten Schnee genauer wissen.
Weitere Änderungen betreffen zum Beispiel vereinfachte Programmierabläufe mithilfe einer neuen CUDA-Version und andere Updates. Fraglich ist zur Zeit jedoch, ob die ebenfalls herbei fabulierten GK106, GK108 und GK112-Chips auch noch erscheinen werden.

Ausführliche Infos darüber finden sich auf der Veranstaltungs-Website oder bei heise.de. Über laufende Entwicklungen könnt ihr euch wie gewohnt in unserer Hardware-Ecke informieren.

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