Spiele-Streaming aus der Cloud: GeForce Now kommt für PC und Mac, wird um alle Steam-Titel erweitert

Florian Matthey
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Mit GeForce NOW lassen sich Spiele mit Nvidias Shield-Geräten aus der Cloud streamen. Ab März wird das Spiele-Streaming auch mit PCs und Macs möglich sein. Zudem wird es künftig möglich sein, jedes Spiel aus der eigenen Steam-Bibliothek zu streamen anstatt wie bisher nur ausgewählte Titel.

Spiele-Streaming aus der Cloud: GeForce Now kommt für PC und Mac, wird um alle Steam-Titel erweitert

Im Rahmen der CES 2017 hat Nvidia GeForce NOW für PC und Mac angekündigt. GeForce NOW nutzt Nvidias GRID-Server, die Spiele in der Cloud berechnen und mit minimaler Latenz zum Spieler streamen. Auf diese Weise kann man Spiele in Top-Qualität auch ohne leistungsfähige Hardware genießen. Aktuell kommen in der Cloud Nvidias GeForce GTX-1080-GPUs zum Einsatz, die Grafikkarten erhalten erfahrungsgemäß regelmäßige Updates.

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Geforce NOW for Mac and PC – Teaservideo

Vereinfacht gesagt mieten GeForce-NOW-Benutzer einfach einen leistungsfähigen PC, der die Berechnung des Spiels übernimmt, während der zu Hause stehende PC, etwa ein Standard-Laptop oder Macbook, die Video- und Audiodaten als Streaming-Video empfängt und die Eingaben heraussendet. Obwohl Encoding, Datenübermittlung und Decoding einige Millisekunden „fressen“, ist mit Geforce NOW nach unserer Erfahrung mit den Shield-Geräten schon ein gutes und visuell ansprechendes Spielerlebnis möglich. Voraussetzung für den gestreamten Spielespaß ist eine bestehende und auch einigermaßen schnelle Internetverbindung – für Nvidia-Shield-Geräte sind eine Internetanbindung mit 10 MBit/s und ein WLAN-Router mit 5-GHz-Unterstützung die Mindestvoraussetzung, schnelleres Internet und die Anbindung der Rechners per LAN-Kabel sind natürlich förderlich.

Aufgrund der minimal erhöhten Eingabeverzögerung eignet sich der Dienst natürlich besser für Strategietitel und Adventures als für schnelle Shooter und Rennspiele, in denen es auf flinke Reaktionen ankommt. Neu und eine wesentliche Verbesserung ist, dass man nicht nur die von Nvidia angebotenen Titel nutzen kann, sondern auch seinen eigenen Steam-Account mit Geforce Now nutzen kann, was das angebotene Spielerepertoire mit einem Schlag enorm erweitert. Die Cloud-Server sind zudem in der Lage, jedes Steam-Spiel binnen Sekunden spielbereit zu machen, sodass man den Dienst auch nutzen kann, um die teils stundenlange Download-Prozedur auf den lokalen PC zu überbrücken.

Besonders interessant ist Geforce Now natürlich auch für spieleaffine Mac-Benutzer, deren Betriebssystem macOS von Spieleentwicklern immer noch recht stiefmütterlich behandelt wird. Hinzu kommt, dass Apple seinen Rechnern in der Regel keine spielefähigen Grafikkarten spendiert. So wurde bei der Präsentation der Grafikkracher Rise of the Tomb Raider auf einem iMac gezeigt.
Das runderneuerte GeForce NOW wird im März als Early-Access-Programm starten. Während man in der alten Variante monatlich Abogebühren zahlen für aktuelle Titel zusätzlich Geld zahlen musste, stellt Nvidia das Preismodell nun um: 20 Stunden Spielzeit sollen 25 US-Dollar kosten. Kunden zahlen also letztendlich 1,25 Dollar pro Stunde. Ob es Schnupperangebote geben wird und mit welchen Preisen hierzulande zu rechnen ist, ist noch nicht bekannt.

Quelle: Geforce NOW, via ComputerBase

Weitere Themen: Steam, CES: Die Consumer Electronics Show in Las Vegas, NVIDIA Shield TV, NVIDIA Shield K1, NVIDIA Drive PX, Nvidia Tegra X1, NVIDIA Shield Tablet, Tegra Note, GeForce GTX 560 (Nvidia), Nvidia

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