Tegra 4 kommt mit Kepler-Grafik

Nvidias Tegra-Plattform, die sich im Kern dadurch auszeichnet, dass sie nicht-x86-konforme Prozessoren mit Geforce-Grafikkernen bündelt, wird in der kommenden Variante wohl mit den neuesten Kepler-Grafikkernen ausgestattet werden. Aus der gleichen, auf 28nM Strukturbreite basierenden Fertigung, der erst kürzlich das neue Topmodell Nvidia Geforce GTX680 entsprungen war, sollen dann auch die Kerne für die kommende Mobilplattform “Tegra 4″ stammen.

Tegra 4 kommt mit Kepler-Grafik

Offensichtlich plant Nvidia für die neue Tegrareihe zwei Versionen, die zum Einen auf den primär auf Laufzeit getrimmten Smartphones und Tablets, und zum Andern auf leistungsfähigeren Netbooks und Notebooks abgestimmt sein sollen. In der kleineren Variante bündelt Nvidia, so schreibt es die ComputerBase, vier ARM A15 CPUs mit der neuen Geforce-Technik, wovon sich das große Modell eigentlich nur durch die doppelte Anzahl A15-Prozessoren unterscheidet. Für die von Nvidia angepeilte Forcierung des GPGPU-Computing, bei der mehr “normale” Rechenlast von den GPUs übernommen werden soll, sind aber eher die darin enthaltenen 32 beziehungsweise 64 CUDA-Kerne der entscheidende Unterschied, deren Ansteuerung allerdings besondere Software voraussetze.

Den Anforderungen entsprechend werden die neuen SoC-Systeme auch unterschiedlich getaktet. Das kleinere Modell der intern als T40 bezeichneten Plattform soll dabei eine Taktrate von etwa 1,5GHz nicht überschreiten,

während dem großen Bruder gut ein Gigahertz mehr zugetraut wird (~2,5GHz), womit dieser sich wohl am oberen Ende befinden dürfte. Dies sollte genügen, DirectX11+, OpenGL 4.x, OpenCL 1.x und die PhysX-Engine möglich zu machen, doch das wird man wohl erst 2013 zu sehen bekommen. Dann erst könne man mit der flächendeckenden Einführung von “Wayne” alias T40 alias Tegra 4 beginnen, wie der Nachfolger des Tegra 3 mit Zusatz “Kal El” heissen soll.

Laut NVidias zugehöriger Roadmap werden der Wayne-Plattform noch mindestens zwei weitere Tegras folgen. Zu den Modellen “Logan” und “Stark”, die dann wohl 2014/2015 auf den Markt kommen sollen, gibt es derzeit natürlich noch keine Infos. Das ist, genau wie die Preisgestaltung des Tegra 4, eben einfach noch Zukunftsmusik.

Weitere Themen: NVIDIA Shield Tablet, Tegra Note, GeForce GTX 560 (Nvidia), Project SHIELD, Nvidia Tegra 4, Geforce GTX 680, NVidia GTX 670, Nvidia GeForce / ION Treiber, Nvidia GeForce / ION Treiber, Nvidia

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