mpass: Mobiles Bezahlen wird ausgebaut

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Auf der Digital-Life-Design Konferenz in München hat Telefónica/O2 ein Projekt vorgestellt: mpass Geld senden.

mpass: Mobiles Bezahlen wird ausgebaut

mpass – drahtlos und sicher bezahlen…

Das mpass System gibt es bereits seit 2008 in Zusammenarbeit verschiedener Mobilfunkanbieter. Jedoch mangelte es bisher an Erfolg, da die Partnerunternehmen fehlten. Nun wird die Idee aber aktiver von den Mobilfunkanbietern beworben und vorangetrieben. Mit zahlreichen Off- und Online-Partnern soll sich das System etablieren.

mpass soll sowohl on- als auch offline bequemes und sicheres Bezahlen über die Telefonnummer ermöglichen. Aber nicht alle Mobilfunkanbieter haben das gleiche Angebot:

O2s Angebot: mpass Geld senden

Das Prinzip von “mpass Geld senden” bei O2 ist denkbar einfach: ein NFC-Sticker wird beispielsweise auf die Rückseite des Smartphones geklebt, mit Geld aufgeladen und schon kann drahtlos gezahlt werden. Verknüpft werden Transaktionen mit der Telefonnummer, sodass zur Nutzung des Dienstes die Installation der entsprechenden Smartphone-App nötig ist und keine Bankdaten weitergegeben werden müssen. Die Abrechnung selbst erfolgt durch Lastschrift über O2 oder es wird vom Guthaben abgebucht. Ab einem Betrag von 25€ ist zusätzlich eine PIN-Eingabe zur Sicherheit erforderlich.

Die anderen Anbieter

Während O2 mpass auch für den Offline-Warenverkehr anbietet, konzentrieren sich die anderen Mobilfunkanbieter bei dem System mehr auf Online-Käufe. So soll mpass den Online-Einkauf angenehmer und sicherer gestalten, indem es neben dem Bezahlen per Smartphone ein mobile TAN System bietet.

 

Ein Problem für mpass stellt momentan die mangelnde Flexibilität dar. So ist es bei O2 nicht möglich, den Dienst mit der eingebauten NFC-Funktionalität von Smartphones zu nutzen. Smartphones mit NFC müssen auch mit dem NFC-Sticker versehen werden, um den Dienst zu nutzen. Die mpass-Seite empfiehlt bei solchen Geräten sogar, NFC komplett zu deaktivieren, um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Das sorgt bei vielen Kunden für Unmut, soll sich aber im Laufe des Jahres noch ändern.

Außerdem wird die mangelnde Übersichtlichkeit angeprangert. So wird bestätigt, dass alle Mobilfunkanbieter das Online TAN-Verfahren nutzen können, aber lediglich bei O2 wird die Möglichkeit, offline zu zahlen, angezeigt. Und während O2 und Vodafone das Aufladen von Guthaben auf das mpass-Konto anbieten, unterstützen die Telekom und die restlichen Anbieter nur das Lastschriftverfahren. Im Eigentest funktionierte die Registrierung außerdem überhaupt nicht, die Seite lud endlos, bis sie mit folgender Meldung abbrach.

Mein Tipp: Abwarten. Auch wenn die Idee bereits seit 3 Jahren in Deutschland existiert, so ist doch nicht ganz klar, was sie eigentlich genau sein will. Bisher scheint nur O2 die Möglichkeit zur Offline-Bezahlung einzuräumen, die anderen Anbieter fokussieren sich auf Online-Transaktionen. Die Kunden selbst scheinen bisher wenig überzeugt. Vielleicht ändert sich das aber, wenn die Anbieter eine gemeinsame Linie und ausreichend Partnerunternehmen gefunden haben. Der große Vorteil des Systems liegt klar darin, dass die eigenen Bankdaten nicht an jedes Unternehmen weitergegeben werden müssen, sondern dort bleiben, wo sie meistens sowieso bereits gespeichert sind: Bei den Mobilfunkanbietern.

Mehr Infos gibt es auf der mpass-Homepage. Die mpass App findet Ihr bei Google Play und im .

Quellen: mpass.de, t3n, heise

Weitere Themen: o2


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