Electronic Arts - Origin sammelt persönliche Daten

Jonas Wekenborg
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Man kennt das: Endlos lange, kryptisch geschriebene Endnutzer-Bedingungen (EULA). Mal ganz im Ernst, wer liest sich die denn schon mal komplett durch, geschweige denn versteht sie dann auch. In Zukunft sollte vielleicht wieder mehr Wert darauf gelegt werden, denn Electronic Arts’ neue Download-Plattform Origin hat es faustdick hinter den Ohren.

Electronic Arts - Origin sammelt persönliche Daten

In Zeiten, da Wertvolles sicherer in einem Schuhkarton aufgehoben ist als auf irgendeinem Rechner der Welt, ist man in der Regel relativ vorsichtig, wem man welche Daten im Internet überlässt und wie viel man allgemein über sich preisgibt.
Akzeptiert man die End User License Agreements von EAs Origin, sichert man dem Publisher einige Rechte zu. Nachdem geklickt wurde, fängt Origin nämlich an, Daten zu sammeln darüber, welche Programme oder Hardware der Spieler benutzt.

In Zeiten, in denen man einfach sauvorsichtig mit solchen Dingen ist, stört es wohl ungemein, wenn man dann auch noch erfährt, dass solange die Daten intern von Electronic Arts verwendet werden, sie leider nicht anonymisiert sind. Logische Schlussfolgerung: Gefundenes Fressen für die derzeit wieder aufkommende Datendiebstahlszene genannt Hacker.

Weiterhin in den Bestimmungen festgehalten ist das Recht, Daten auch an Dritte weiterzugeben. Immerhin hier werden die Daten anonymisiert, so dass man den jeweiligen Nutzer nicht mehr zuordnen kann.

Im Gegensatz zu Origin sammelt zwar auch Valves Plattform Steam Daten, doch kann man hier wenigstens in den Einstellungen der Datensammlung widersprechen. Außerdem sind die Daten bei Steam ausschließlich produktbezogen. Widersprechen ist bei Origin aber nicht drin, da hilft nur die eiskalte Deinstallation. Dann muss allerdings auch auf EAs Origin-exklusive Titel wie “Battlefield 3” oder “Mass Effect 3” verzichtet werden. Allein für “Star Wars: The Old Republic” benötigt man den Service nicht.

Rechtlich gesehen sind einige Klauseln von EULAs und AGBs für deutsche Privatkunden nicht zwingend bindend, da sie in einigen Fällen sogar gegen deutsches Recht verstoßen oder eine der Vertragsparteien benachteiligen.

Weitere Themen: Origin, Origin Systems

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