Philips Hue Entertainment: Fernsehen und Spiele mit Surround-Licht

Johann Philipp
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Philips bringt für sein erfolgreiches Hue-System ein neues Feature, mit dem das Wohnzimmer zur Stimmung beiträgt. So werden die bunten Lampen unser Film- und Spielerlebnis verändern.

Philips Hue Entertainment: Fernsehen und Spiele mit Surround-Licht
Bildquelle: Philips

Ambilight für alle, so könnte man Philips neue Funktion zusammenfassen. Bisher werden vor allem teure Fernseher der Marke an der Rückseite mit LEDs ausgestattet und bilden die Farben vom Display auf der Wand ab. Jetzt wird es noch bunter: Mit Hue Entertainment kommt dieses Feature auch in Wohnzimmer ohne Philips-Fernseher.

Bild und Ton auf dem Bildschirm werden mit Farbeffekten unterstützt

Ab Dezember 2017 können Besitzer eines Hue-Systems die Inhalte auf dem Fernseher mit den bunten Lampen synchronisieren. Philips arbeitet dafür mit bekannten Filmstudios und Spieleentwicklern zusammen. Wie wird das aussehen? Stellt euch einen grellen Blitz, einen kitschigen Sonnuntergang oder eine Polizeiverfolgung in einem Film vor und nun stellt euch vor, euer gesamtes Wohnzimmer reagiert auf diese Szenen: Ein Blitz lässt das Licht flackern, der Sonnenuntergang taucht das Zimmer in Gelb- und Rottöne und bei der Polizeiverfolgung blinken die Lampen rot und blau.

Gamer können sich auch freuen

Die Lampen reagieren dabei nicht nur auf das Bild, sondern auch auf Toneffekte. Beim Shooter-Spiel leuchten die Lampen rot, wenn dein Spieler verletzt wird, blaues Licht warnt, wenn die Lebensenergie sinkt. Das sind nur zwei einfache Beispiele, wie das Film-und Spielerlebnis mit dem Hue-System erweitert werden kann. Leider gibt es wie immer einen kleinen Haken.

Voraussetzungen für Hue Entertainment

Um in den Genuss der neuen Funktion zu kommen, muss eine Hue-Bridge der zweiten Generation vorhanden sein. Sie ist daran zu erkennen, dass die Bridge viereckig ist. Die erste Generation war rund und wird nicht unterstützt. Die gute Nachricht ist, dass nicht unbedingt originale Hue-Lampen verwendet werden müssen. Laut Philips sollen auch Konkurrenzprodukte wie Osram Lightify und Ikea Trådfri funktionieren. Wie stimmungsvoll ein Wohnzimmer mit Hue-Lampen aussieht, zeigt die Band Rudimental in einer Live-Performance:

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Philips Hue Living Light Sessions mit Rudimental

Das Entertainment Feature ist kein einfaches Update, sondern umfasst weitreichende Änderungen in der Bridge: Das ZigBee-Protkoll, mit dem die Basistation mit den Lampen kommuniziert, wird um ein zweites, streamingoptimiertes Protokoll ergänzt. Dadurch sollen die Lampen viel schneller auf Befehle ansprechen.

Filmstudios müssen Skripte erstellen

Anders als bei Ambilight, wo der Fernseher automatisch entscheidet, welche Farben dargestellt werden, ist die Hue-Lösung noch viel genauer. Filme und Games werden mit einem Skript erstellt, das genau festlegt, welche Effekte zu welchem Zeitpunkt wiedergegeben werden sollen. Als einer der ersten Live-Demonstrationen der Hue Entertainment-Funktion wurde der Disney-Film Vaiana mit dem passenden Hue Entertainment-Skript versehen. Damit könnte bald ein neues Emblem auf Blu-rays eingeführt werden: „works with Philips Hue Entertainment“ soll dann zeigen, dass der Dienst unterstützt wird.

Es wird interessant, welche Inhalte zum Start kompatibel sind und ob auch Streaming-Anbieter wie Netflix einsteigen werden. Im Vergleich zu Ambilight setzt Hue Entertainment eine ganze Schippe drauf. Allerdings ist das Hue-System für Neueinsteiger nicht ganz billig: Ein Standard-Setup mit zwei farbige Hue Lampen wie beispielsweise Hue Go, das LED-Band Lightstrip+ und die Bridge kosten zusammen knapp 200 Euro. Wer allerdings schon einige Lampen hat, sollte das Update Ende des Jahres unbedingt ausprobieren.

Quelle: Philips

Weitere Themen: Philips Hue, Philips W920, Philips

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