"iPad"-Streit wandert in die USA

Holger Eilhard
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Nachdem sich die Anwälte von Proview Technology und Apple bereits seit einiger Zeit im Fernen Osten vor Gericht die Klinke in die Hand geben, hat der chinesische Hersteller nun auch eine Klage vor Apples Toren in Kalifornien eingereicht.

"iPad"-Streit wandert in die USA

Wie Reuters (via MacRumors) berichtet, haben Proview Electronics Co Ltd und Proview Technology Co die Klage bereits am 17. Februar beim Gericht im Santa Clara County eingereicht. Proview wirft Apple darin vor, dass die Firma IP Application Development (IPAD) Ltd., welche die Rechte im Jahr 2009 von Proview Taiwan gekauft hatte, nur vorgeschickt wurde, um die eigentlichen Absichten und den bekannten Namen Apple zu verstecken.

Das finanziell angeschlagene Unternehmen aus China sagte, dass die IPAD-Anwälte wiederholt gesagt hätten, dass man nicht mit Proview konkurrieren wolle. Warum sie den Markennamen allerdings benötigten, wollten sie damals angeblich nicht verraten. Proview sagt, dass diese Angaben mit dem Ziel gemacht wurden, das Unternehmen zu betrügen und sie zum Akzeptieren der Vereinbarung zu verleiten. Die konkreten Forderungen Proviews an Apple sind bislang nicht bekannt. AllThingsD beziffert Proviews Forderungen auf 2 Milliarden US-Dollar.

Apple sagt, dass die Scheinfirma IPAD die Rechte am Markennamen iPad in 10 Ländern von Proview Taiwan im Jahre 2009 für umgerechnet rund 55.000 US-Dollar gekauft habe. Proview Shenzhen habe davon nichts gewusst und behauptet, die chinesischen Rechte seien nicht Bestandteil der Vereinbarung gewesen. Der nächste Anhörungstermin in China ist für den 29. Februar angesetzt.

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