Razer Project Valerie: Dieses Monster-Notebook hat drei 4K-Displays

Stefan Bubeck
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Dreht Razer jetzt durch? Zwei zusätzlich ausfahrbare Bildschirme machen aus einem Gaming-Laptop eine tragbare 12K-Multi-Monitor-Kampfstation. Dieses Notebook ist ein bemerkenswerter Prototyp und soll einen Blick in die Zukunft des Gamings gewähren. Dabei wirft es auf Anhieb einige Fragen auf.

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Razer Project Valerie auf der CES 2017

Als führender Anbieter im Bereich Gaming war Razer nie der Leisetreter unter den Laptop-Herstellern. Was die Kalifornier jetzt mit „Konzept Valerie“ auf der CES 2017 zeigen, ist aber selbst für diesen Hersteller besonders abgefahren – und zugleich kontrovers. „Ich brauche das sofort“ oder doch eher „Das setzt sich niemals durch“? – Wir können uns noch nicht entscheiden.

Automatische Ausfahr-Mechanik und 180-Grad-Blickwinkel

Die drei 17-Zoll-IGZO-Displays mit 4K-Auflösung verfügen über NVIDIA-G-SYNC-Technologie zur adaptiven Anpassung der Bildwiederholfrequenz. Außerdem wird für die angewinkelten Seiten-Bildschirme NVIDIAs eigenes Surround-View-Feature genutzt, das den Blickwinkel an die Bildschirmposition anpasst. Die beiden zusätzlichen Bildschirme befinden sich im Gehäuse des Hauptschirms, werden automatisch seitlich herausgefahren und mit Scharnieren im passenden Winkel zum Benutzer positioniert – das Teaser-Video zeigt uns in einer Animation, wie das im Betrieb aussehen soll.

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Der Prototyp auf der CES 2017 steht hingegen bereits ausgebreitet da – die Praxistauglichkeit des Mechanismus lässt sich von den anwesenden Journalisten aktuell nicht prüfen, laut Razer soll der Ausfahrvorgang innerhalb von Sekunden stattfinden. Bei den Scharnieren kommt Aluminium zum Einsatz.

Das Unibody-Gehäuse besteht aus CNC-gefrästem Aluminium ist 3,8 Zentimeter hoch, das Gesamtgewicht des Boliden beträgt 6 Kilogramm – angesichts der verbauten Hardware gar nicht mal so viel.

Bildergalerie Razer Project Valerie

Als Antrieb werkelt im Inneren eine NVIDIA GeForce GTX 1080 GPU, die insgesamt 11.520 mal 2.160 Pixel bewegen muss. „Der aufwändige Aufbau eines traditionellen Multi-Monitor-Setups gehört mit Project Valerie der Vergangenheit an,“ sagt Razer-Mitgründer und CEO Min-Liang Tan. „Die Leistung eines Desktop-Computers und die Grafikkapazität von drei ausgezeichneten Monitoren sind hier bereits im System enthalten. In Bezug auf die Performance werden trotz der erstaunlichen Tragbarkeit und Features keine Abstriche gemacht.“ Wir sind an der Stelle skeptisch: für die aktuellsten Spiele ist eine einzelne Geforce GTX 1080 in 4K-Auflösung angemessen – die dreifache Auflösung wird hingegen in anspruchsvollen Titeln wie Dishonored 2 oder Rise of the Tomb Raider nicht ohne empfindliche Einschränkungen der Bildqualität und Framerate nutzbar sein.

Erscheinungsdatum und Preis noch unbekannt

Eine gewisse Faszination übt Razers Konzept-Laptop definitv aus, leider gibt es noch keine näheren Informationen zu einem Marktstart oder gar zu Preisen. Uns stellen sich zwei Fragen: Wie gut funktioniert der Ausfahrmechanismus für die zusätzlichen Bildschirme und wie flüssig laufen aktuelle Spieletitel? Wenn beides auf positive Weise beantwortet werden kann, dürfte Razer tatsächlich bestimmte Nischen besetzen. Da wären zum einen die anspruchsvollen Gamer, die auf Mobilität wert legen, zum anderen Profis aus der Kreativszene (Videocutter, Musikproduzenten), die in ihrem Job auch abseits des Büros den Komfort eines Multimonitor-Setups zu schätzen wissen und viel Performance brauchen.

Quelle: Razer, via Pressemitteilung

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