Playbook OS erfährt Update auf Version 2.0

Matthias Schleif
3

Bereits vor einigen Tagen machte RIM (Research in Motion) mit der Meldung Schlagzeilen, sich zu einem Kompromiss mit den Entwicklern der quell-offenen Qt-Bibliotheken durchgerungen zu haben, weswegen kommende Playbook Betriebssysteme ebenfalls “Open Source” sein würden. Eine erste Version ist offensichtlich nun fertig.

Playbook OS erfährt Update auf Version 2.0

Ähnlich, wie es Nokia mit seinem Symbian Betriebssystem, nun Belle, vorgemacht hat, bringt nun auch die kanadische RIM ein “androides Update” heraus, allerdings nur für ihre Tabletserie der Playbooks. Funktionserweitert und mit Social Widgets ausgestattet zeigt sich das “Playbook OS 2.0″ nun in seiner runderneuerten Fassung, aber die Meinungen sind nicht überall positiv. Beispielsweise müsse man sich für das Update extra mit einem Blackberry verbinden und auch die Auswahl der neuen Tools hat nicht jedem zugesagt, wie man so in den Kommentaren lesen kann.

Es gebe jetzt zwar E-Mail-Programm und social Media Apps, Kalenderfunktion und Adressbuch, noch immer aber sei “das Instant Messaging Tool der Blackberry-Handies nicht installiert”, mäkelt wohl auch CNet an dem System herum. Bei heise.de ist das Betriebssystem widerum ganz gut angekommen, denn es gebe auch einen Vorgeschmack auf das kommende “Blackberry OS 10″. Böse Zungen behaupten jedoch manchmal, bei Heise werde “alles mit einem Pinguin” positiv bewertet. Ob nun mit oder ohne die Implementierung der Qt-Bibliotheken (das zu berichten hat irgendwie niemand berücksichtigt), Android-Entwicklern wird ein Frontend von RIM zur Verfügung gestellt, mit dem sie ihre Entwürfe auch für das neue Playbook OS umsetzen können. Eine Nähe zu Android ist also auch auf dieser Ebene vorhanden.

Im Gegensatz zu Mozilla, deren noch gestern bekräftigtes Boot2Gecko-OS nicht mit Android kompatibel sein wird, hat Research in Motion durch diese Bindung den Vorteil, ihr System früher in den Markt bringen zu können. Entschieden ist da aber noch nichts, denn die Playbooks sind nicht so gut gelaufen als dass sie sich im Weltmarkt der Tablets wirklich bemerkbar machen würden. RIM sollte vielleicht auch darauf achten, ihre Hardware in Zukunft Boot2Gecko-kompatibel zu halten, wer weiß?

Aber auch Mozilla könnte auf dem “Chrome-Weg” scheitern; von Google hat man zu diesem Projekt ja schon länger nichts mehr gehört, was seine Gründe haben dürfte. Wenn jetzt auch noch Jon Rubinstein wieder mit einem OS aus der Hütte kommt, der nach seinem Ende in der WebOS-Entwicklungsabteilung von HP im Interview sagte, er wolle weiter an einem freien Tablet OS arbeiten, weil er noch immer an den Erfolg glaube, dann wirds vielleicht doch nochmal eng im Markt der Nicht-x86-Betriebssysteme. Zu wünschen wärs ja.

Weitere Themen: BlackBerry Priv, Research In Motion

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

GIGA Marktplatz