RIMs Werbekampagne zum Einschlafen: "Wake Up. Be Bold."

Holger Eilhard
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Nachdem sich RIM in der vergangenen Woche zu der verzweifelten Marketing-Aktion in Australien bekannt hat, hat der BlackBerry-Hersteller aus Kanada die dazugehörige Webseite gestartet. Das Resultat: Ähnlich verwirrend wie die tobende Meute vor dem Apple Store in Sydney.

RIMs Werbekampagne zum Einschlafen: "Wake Up. Be Bold."

Der Text auf wakeupbebold.com zeigt einige Stellen, die darauf schließen lassen könnten, dass RIM nicht mehr für Research In Motion sondern für Really Ironic Marketing stehen könnte.

Für alle, die sich den Star-Wars-Abklatsch auf der Webseite nicht in der vollständigen Länge ansehen wollen, hier der vollständige Text:

WAKE UP.

It’s time to mean business.

Now before you go looking for your suit and briefcase,
we’re not talking about that kind of business.

Business is no longer just a suit-wearing,
cubicle-sitting, card-carrying kind of pursuit.

These days being ‘in business’
means you’re the kind of person

who takes action and makes things happen.
You don’t just think different…
you do different.

It’s a simple choice:

You’re either here to leave your mark
and eat opportunity for breakfast

OR

You’re satisfied to just float through life
like a cork in the stream.

Now, we know some people will choose
to float on by and that’s fine.

Being in business is not for everyone,
but unfortunately… there is no middle ground.
You’re either in business or you’re not.

For those of us with our eyes wide open,
we need to realise there’s only one device
for people who mean business…
the brand that’s been in business
from the very beginning.

Speziell die Zeile “You’re either in business or you’re not” hat gutes Potential sich beim Blick auf RIMs sinkenden Marktanteil und den dazugehörigen roten Zahlen in naher Zukunft als Boomerang herauszustellen. Für das vergangene Quartal meldete das Unternehmen einen Verlust von 125 Millionen US-Dollar, die Lieferungen fielen von 52,3 auf nun 11,1 Millionen Geräte im Vergleich zum Vorjahresquartal (PDF).

Eine der wichtigen Frage, die diese Marketing-Veranstaltung eben nicht beantworten kann: Was will RIM unternehmen, um sich von diesen Zahlen zu erholen und sich der Konkurrenz zu stellen?

Vielleicht verstehen wir die Nachricht aber auch einfach falsch: RIM meint es umgekehrt und spornt sich selbst zum aufwachen an und will “dick auftragen” indem man mit Innovationen punktet? Das würde jedenfalls mehr Sinn machen als Aktionen wie diese, die von einem Hersteller veranstaltet werden, der mittlerweile auf dem besten Wege in die Irrelevanz ist. Es wird Zeit zum Umdenken, aber nicht etwa in den Köpfen der Kunden, sondern in den Köpfen des RIM-Managements.

Weitere Themen: BlackBerry Priv, Research In Motion

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