Google möchte Samsung bei der Optimierung von TouchWiz helfen [Gerücht]

Kaan Gürayer
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Sie ruckle, sei hässlich wie die Nacht und zwinge selbst High End-Smartphones in die Knie: Solche Schmähstimmen kann man vernehmen, wenn es um TouchWiz geht. Samsungs Android-Software genießt keinen guten Ruf. Grund genug, für Google nun einzugreifen? Angeblich möchte der Internetgigant Samsung dabei helfen, TouchWiz zu optimieren und damit schneller und stabiler zu machen. 

Google möchte Samsung bei der Optimierung von TouchWiz helfen [Gerücht]

Googeln für die Suche im Internet, Tempo für Taschentücher oder Maggi für die Flüssigwürze – wenn Markennamen im zu Gattungsnamen werden, sprechen Sprachwissenschaftler von sogenannten Deonymen. Das passiert häufig dann, wenn sich das Produkt eines Herstellers gegenüber Konkurrenten durchsetzt und anschließend sein Markenname im allgemeinen Sprachgebrauch als Synonym für die gesamte Produktkategorie verwendet wird.

Ähnliches trifft auch auf das Verhältnis zwischen Samsung und Android zu. Der südkoreanische Hersteller ist zwar nur einer unter vielen, hat sich aber zumindest aktuell als treibende Kraft im Android-Sektor durchgesetzt. Für nicht wenige Verbraucher sind Samsung-Smartphones daher gleichbedeutend mit Android-Smartphones. Jeder Erfolg, den Samsung mit seinen Galaxy-Geräten verbuchen kann, färbt damit auf das gesamte Android-Ökosystem ab. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch auch: Jedes Missgeschick, das dem Konzern widerfährt, schadet in gewisser Weise dem Android-Image.

TouchWiz: Mehr als nur eine Benutzeroberfläche

Ob es dieser Gedankengang war, der Google nun dazu bewogen hat, Samsung die helfende Hand zu reichen? Gerüchten aus Vietnam zufolge möchte der Suchmaschinenanbieter bei der Optimierung von TouchWiz helfen, um die Performance der Samsung-Software zu verbessern. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist TouchWiz nämlich weit mehr als eine Benutzeroberfläche, sondern besitzt viele Framework-Modifikationen und gräbt sich auch anderweitig tief ins Android-OS ein. Jeder Bug, den der farbenfrohe Software-Aufsatz mitbringt, wirkt sich auf das darunterliegende Betriebssystem und damit auf die Lauffähigkeit von Android aus. Andersherum muss jedes Update der Android-Basis erst einmal auf das TouchWiz-„OS“ portiert werden, was zeitäufwändig ist und Fehler beinhalten kann.

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Samsung Galaxy 6 Touchwiz im Detail

Samsung Galaxy Note 5 schwächelt im Multitasking-Test

Wie verheerend sich fehlende Software-Optimierungen auf die Gesamtperformance eines Smartphones auswirken kann, zeigte unter anderem das Galaxy Note 5. Trotz der Tatsache, dass die fünfte Generation von Samsungs erfolgreicher Phablet-Linie satte 4 GB RAM an Bord hat, musst sich der 5,7-Zoller im Multitasking-Test dem auf dem Papier deutlich dem nominell schwächeren LG G4 geschlagen geben.

Da Googles Software-Entwickler zu den Besten der Welt gehören, könnten sie an TouchWiz mit Sicherheit noch an der einen oder anderen Performance-Schraube drehen, sodass die Smartphones aus dem Hause Samsung insgesamt flüssiger und mit weniger Macken laufen – unter der Voraussetzung natürlich, dass an den Gerüchten etwas dran ist. Googles Schützenhilfe wäre in diesem fall nicht ohne Beispiel. So hat Samsung beispielsweise auch schon Hilfestellung in der anderen Richtung geleistet und Google Teile der Sicherheits-Suite KNOX in Android 5.0 übernehmen lassen.

Quelle: Samsungviet, via: SamMobile   Hinweis: Auf dem Artikelbild ist das Samsung Galaxy S6 edge Plus zu sehen. 

 

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