AMOLED, LCD, IPS – Was ist das eigentlich?

Die Displays sind das Kernstück der Smartphones, so ziemlich alles spielt sich darauf ab. Ob wir im Browser surfen, Bilder betrachten, Spiele spielen, Nachrichten schreiben oder Videos aufnehmen. Die Technik ist in den letzten Jahren dabei Sprunghaft nach vorne gekommen. Einige der besten Display Techniken stellen wir hier vor.

AMOLED, LCD, IPS – Was ist das eigentlich?

LCD – Liquid Crystal Display

“Flüssigkristall-Bildschirme” funktionieren auf eine ganz besondere Art und Weise. Hier werden die namensgebenden, flüssigen Kristalle zwischen zwei Folien/Scheiben platziert. Normalerweise lassen die Kristalle polarisiertes Licht hindurch, wird aber ein elektrisches Feld angelegt, drehen sie sich. Dadurch werden sie Lichtundurchlässig. Leider ist jedoch die Kontraststärke und Reaktionszeit von LCD-Panels nicht besonders gut. Auch der Betrachtungswinkel war nie besonders. Die Erweiterung Super-LCD trumpft mit LED-Beleuchtung und bis zu fünf Mal weniger Stromverbrauch auf.

 

TFT -  Thin-film Transistor (auch Matrix-LCD genannt)

“Dünnfilmtransistoren” sind eine Erweiterung der normalen LCD. Pro farbigem Bildpunkt sind 4 Transistoren auf einer Folie aufgebracht. Ein Transistor dient dabei als Reserve bei Ausfällen. TFT Bildschirme haben einen höheren Kontrast, sind schneller als LCD und haben kräftigere Farben. Dafür ist sie nicht ganz so günstig in der Anschaffung.

 

IPS - In-Plane-Switching

“In der Ebene schaltend” werden hier Elektroden nebeneinander parallel zum Display angelegt. Dadurch hat sich vor allem der Blickwinkel stark verbessert und einen noch höheren Betrachtungswinkel hervor gebracht. IPS hat eine lange Entwicklung hinter sich, S-IPS (Super IPS), AS-IPS (Advanced Super IPS), A-TW-IPS (Advanced True White IPS), H-IPS, (Horizontal IPS), seit 2009 E-IPS (Enhanced IPS) und seit 2011 AH-IPS (Advanced High Performance IPS).

 

AMOLED - active matrix organic light emitting diode

“Aktiv-Matrix organische Licht ausstrahlende Diode”. So oder so ähnlich könnte man AMOLED zu Deutsch erklären. Diese LEDs sind organisch, kostengünstig und selbstleuchtend. Da keine Hintergrundbeleuchtung benötigt wird, ist die Bauweise besonders flach. Samsung zeigte 2008 ein OLED-Display mit einer “Dicke” von 0,3 Millimeter. AMOLED hat sehr viele Vorteile. Eine extrem schnelle Reaktionszeit (1 Millisekunde), sehr dünne Bauweise, sehr hoher Kontrast und eine bessere Farbdarstellung. Dafür leiden die Dioden an einer relativ kurzen Lebensdauer und sind teurer als LCD. Super AMOLED HD Plus ist die logische Erweiterung für Inhalte in HD und noch höheren Pixelzahlen.

 

Fazit:
Eine “Gewinner”-Krone gibt es in diesem Bereich nicht. Super AMOLED HD Plus ist zwar auf dem neusten Stand der Technik aber aufgrund der Intensität auch nicht jedermanns Geschmack. Ob es nun an der Tiefe des Schwarz oder der Schärfe bei geschriebenen Texten geht. Jeder hat einen eigenen Geschmack, daher ist die Display-Technik schon fast zweitrangig. Hier empfehlen wir ganz klar, unbedingt das Smartphone vorher in die Hand nehmen, einschalten und selbst von der Qualität überzeugen lassen!

Natürlich ist dies nur ein grober Überblick zu den Display-Varianten und dient einzig und allein als kleine Übersicht. Wer die genauen Funktionsweise erfahren möchte, findet diese sehr detailliert bei Wikipedia.

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Weitere Themen: LCD, Samsung Galaxy S5, Samsung Galaxy Ace 2, Samsung Galaxy Tab Active, Samsung SSD 850 Pro, Galaxy Core 2, Galaxy S5 mini, Galaxy Tab S, Galaxy S3 Neo, Samsung

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