Nach Monaten der Spekulationen ist Bixby offiziell. In einer unerwarteten Pressemitteilung kündigt Samsung den Sprachassistenten und damit einhergehend einige Features des Galaxy S8 an. Mit „Vollständigkeit“, „Kontextsensitivität“ und „Flexibilität“ soll Bixby einerseits Alexa, Google Assistant und Co. ausstechen und langfristig den Weg für Smart-Home-Produkte von Samsung ebnen.

Bixby ist offiziell: Samsung stellt omnipräsenten Sprachassistenten vor

Bevor es so weit kommt, gilt es jedoch erstmal Bixby erfolgreich im Galaxy S8 einzuführen und Nutzer von Beginn an von den Vorteilen zu überzeugen. Dessen ist sich Samsung bewusst und setzt darum alles daran, die Einstiegshürde möglichst gering zu halten. Im Zuge der Pressemitteilung bestätigt der Hersteller nämlich, dass das Galaxy S8 über einen dedizierten Bixby-Button verfügen wird, der an der Seite des Geräts untergebracht ist. Mithilfe dessen können Nutzer rasch auf den Sprachassistenten zugreifen – von überall, auch aus dem Standby.

Bixby: Unterstützte Apps vollständig per Sprache steuerbar

Zum Start des Galaxy S8 wird Bixby eine Reihe vorinstallierter Apps unterstützen, Samsung nennt das „Bixby-enabled“. Jene Anwendungen können dann vollständig über den Sprachassistenten gesteuert werden. Damit will Samsung der Problematik vorbeugen, dass Nutzer bei anderen Assistenten quasi auswendig lernen müssen, welche Befehle funktionieren und welche Features gar nicht verbal abrufbar sind. So viel zur „Vollständigkeit“.

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Bixby erkennt Kontext

Eine weitere Säule wird die eingangs erwähnte „Kontextsensitivität“ sein, sprich: Bixby hat den Anspruch, dem Nutzer in jeder Situation ergänzend zur Seite zu stehen und nicht aus dem Produktivitätsprozess zu entführen. Das bedeutet dem Vernehmen auch, dass Bixby kein eigenes Interface in den Vordergrund stellen wird, sondern sich lediglich über beispielsweise die vorinstallierte E-Mail-App stülpt. Der Nutzer kann, um bei diesem Beispiel zu bleiben, eine neue E-Mail mithilfe von Bixby beginnen und jederzeit mit der händischen Eingabe fortfahren – und umgekehrt –, ohne befürchten zu müssen, den Fortschritt zu verlieren.

This is a phone: Samsung Galaxy S8 Teaser
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Bixby interpretiert Sprache, nicht Befehle

Zu guter Letzt legt Samsung noch großen Wert auf „Flexibilität“. Im Kontext von Bixby bedeutet das: Der Sprachassistent versucht gesprochene Befehle bestmöglich zu interpretieren und ist nicht an vorgegebene Formulierungen gebunden, wie bisweilen bei der Konkurrenz der Fall. Sollten Informationen zur Umsetzung fehlen, fragt Bixby höflich nach.

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Bixby: Debüt im Galaxy S8

Da das alles mit einem gewissen Implementierungsaufwand verbunden ist, werden zunächst nicht alle Apps „Bixby-enabled“ sein – Samsung gedenkt die Unterstützung kontinuierlich auszubauen und mittelfristig eine öffentliche Schnittstelle (API) für Drittentwickler freizugeben. Langfristig soll Bixby aber in allen Endgeräten, die der Samsung-Konzern produziert, eingebunden sein – von der Klimaanlage bis zum Fernseher. Das darf wohl als Auftakt einer Smart-Home-Offensive verstanden werden.

Die Vision, die der Konzern ausführt, klingt zwar durchaus attraktiv – erfordert von Kunden aber auch eine Selbstbeschränkung auf Samsung-Hardware.

Quelle: Samsung

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