Microsoft Surface SUR40 im Handel angekommen

Matthias Schleif
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Erstmals im Gepäck hatte Microsoft die zweite Version seines Surface-Systems wohl auf der IFA in Berlin im letzten Jahr, nun ist das Modell also auch erhältlich. Die Nachfrage nach einem solchen, berührungsempfindlichen Tischcomputer mit 50 Erkennungspunkten wird erwartungsgemäß nicht sonderlich hoch sein, weswegen Samsung, von denen die Hardware kommt, den Vertrieb zwei externen Dienstleistern überlassen hat. Im Gegensatz zum Vorgängermodell gibt es einige Verbesserungen, die nicht nur das Gewicht und den Preis betreffen.

Microsoft Surface SUR40 im Handel angekommen

Vermutlich durch die veränderte Technik im neuen Samsung SUR40, die eben keinerlei Kameras zur Positionsbestimmung irgendwelcher Gegenstände mehr benötigt, konnte vor allem der Preis von 13.000 auf 11.000 bzw. 9.000 Euro (s.u.) gesenkt werden, was wohl nur angesichts des extrem aufwändigen Displays gerechtfertigt erscheint. Die weiteren, inneren Werte sind dagegen eher durchschnittlich: einen AMD Athlon XII Dual-Core mit einer Radeon-HD6750M-Grafikkarte, 320 GByte SATA HDD und 4 GByte DDR3-Ram bekommt man auch in einem anständigen Notebook geboten. Als Software kommt ein Entwicklerkit von Microsofts “Windows 7 Professional für Embedded Systems x64″ zum Einsatz, welches keinerlei Aufpreis mehr kostet. Hier spart man also auch nochmal 2.000 Euro, womit man auf den Endpreis von -nur noch- 9.000 Euro kommt. Die Tischbeine werden allerdings mit weiteren 600 Euro berechnet.

Das Display hat es aber in sich, auch wenn die Steigerung in der Auflösung von 1.024 x 768 auf 1.920 x 1.080 Pixel eher normal klingt; schließlich ist Full HD der aktuelle Standard. Der Clou sind natürlich die vielen Erkennungspunkte am SUR40, da sich die Hersteller diese Fähigkeit aber “pro Erkennungs-Punkt” bezahlen lassen, verteuert sich das Tisch-System so enorm. Muss man sich bei handelsüblichen Tablet-PCs und Smartphones mit zwei bis vier gleichzeitig nutzbaren Punkten zufrieden geben, sind es am SUR40 also schon fünfzig. Hier liegt auch die Ursache, dass es als reines Multiuser-System angesehen wird.

Durch das Weglassen der eingangs erwähnten, aufwändigen Kameraerkennung konnte das neue SUR40 aber auch deutlich leichter und flacher gestaltet werden, wobei es mit rund 36 Kilogramm immer noch kein Leichtgewicht darstellt. Dennoch soll es auch an der Wand hängend nutzbar sein, sofern man auf das “Drauflege”-Feature verzichten kann, mit dem normalerweise gewisse Datenträger, Chipkarten, QR-Codes und andere Gegenstände automatisch eingebunden und nutzbar gemacht werden können.

Inwieweit das Surface ausgereift ist mag jeder anhand diverser Videos selbst herausfinden; in der Redaktion hat es jedenfalls eher geteiltes Echo ausgelöst. Insbesondere, wenn mehrere Gegenstände erkannt werden sollen, neigt das SUR40 scheinbar zu hakeligem Verhalten, was in dieser Preisklasse eigentlich nicht hinnehmbar ist. Guten Verkaufszahlen könnte auch der sehr eng gesteckte Rahmen der möglichen Einsatzbereiche entgegegen stehen, aber dafür fehlt uns möglicherweise einfach nur die Fantasie.

(via Golem)

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