Samsung Galaxy-Reihe: Mikro-Kunstwerke auf Chips

Daniel Kuhn
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Und jetzt zu etwas völlig anderem. Das Thema Technik wird oft sehr sachlich und ernst behandelt. Dass es auch anders geht zeigen jetzt Ingenieure von Infenion. Als die Kollegen von Chipworks zwei Samsung Galaxy Geräte auseinander genommen haben, sind sie auf überraschende Kunstwerke auf darin verbauten Infineon-Halbleitern gestoßen. Diese belegen, dass auch Ingenieure Humor und Spaß bei der Arbeit haben können. Wer hätte das erwartet?

Samsung Galaxy-Reihe: Mikro-Kunstwerke auf Chips

Deutschen Ingenieuren hängt ein eher humorbefreites Image an. Zu Unrecht, wie jetzt mal wieder deutlich wird. Die auf Reverse Engineering spezialisierte Webseite Chipworks.com hat beim Zerlegen eines Samsung Galaxy Tab und eines Samsung Captivate (US-amerikanischer Verwandter des Samsung Galaxy S) unter der Schutzhülle des Infinion PMB5703 mehrere Kunstwerke entdeckt. Ein vergleichsweise simpler Smiley, ein Schlagzeuger, sowie die beiden alten Bekannten Grisu der Drache und Calimero.

Es ist nicht unüblich, den freien Platz bei Halbleitern und auf Platinen mit kleinen Bildern oder Schriftzügen zu füllen, aber die Anzahl der Bilder auf diesem Chip ist schon ungewöhnlich hoch. Als wären diese Bilder aber noch nicht genug, kam unter dem Elektronenmikroskop noch etwas besonders beeindruckendes zum Vorschein.

Der Witz hinter dieser Warnmeldung “Wenn du das lesen kannst, bist du viel zu nah dran” wird erst in vollem Ausmaß klar, wenn man deren genaue Größe kennt. Das O in dem Wort YOU misst gerade mal 1.5 µm x 2.0 µm. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar misst ungefähr 25 µm im Durchmesser.

Es bedarf schon einer ganz eigenen Auffassung von Humor, Bilder an Stellen zu platzieren, an denen sie im Normalfall und mit dem bloßen Auge nicht entdeckt werden können. Wenn es sich dabei um den berühmten Ingenieur-Humor handelt, haben wir diesen zugegebenermaßen ziemlich unterschätzt.

Zum Schluss eine Bitte: Versucht jetzt nicht, euer Samsung Galaxy S oder Galaxy Tab zu öffnen, um die mikroskopisch kleinen Kunstwerke sehen zu können. So reizvoll es auch erscheinen mag, die Geräte sind danach definitiv unbrauchbar und ohne Elektronenmikroskop werdet ihr eh nicht viel erkennen können.

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