In den letzten Jahren mussten wir immer und immer wieder über Gerichtsverfahren wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen lesen – die beiden größten Streithähne waren und sind natürlich Apple und Samsung, die sich gleich auf mehreren Schlachtfeldern bekriegten. Nachdem in der Vergangenheit vor allem das Verhalten des kalifornischen Obsthändlers auf Unverständnis stieß, legt nun auch Samsungs CEO J. K. Shin fragwürdiges Verhalten an den Tag und weigert sich kategorisch, eine Einigung mit Apple herbeizuführen.

Samsung: Kein Lizenzdeal mit Apple à la HTC

Was haben wir uns in der Vergangenheit über die Streitereien verschiedener großer Hersteller und vor allem über das diesen Streitereien zu Grunde liegende Patentrecht aufgeregt. Besonders das Verhalten von Apple stand oft in der Kritik, da das Unternehmen aus Cupertino so ziemlich gegen alles klagt, was auch nur im Entferntesten eine Ähnlichkeit zu den eigenen Produkten aufwies. Am Sonntag machte dann plötzlich die Meldung die Runde, dass Apple und HTC ihre Streitigkeiten beigelegt und sich auf ein gemeinsames Lizenzabkommen geeinigt haben. Diese überaus positive und vor allem erfreuliche Meldung hat Reporter dazu veranlasst, J. K. Shin, den CEO von Samsung zu fragen, ob er sich eine derartige Einigung mit Apple ebenfalls vorstellen könnte – die Antwort war allerdings ernüchternd: „Wir haben keine Absicht, mit Apple Verhandlungen über eine Einigung aufzunehmen.“

Auf der einen Seite ist es verständlich, dass vor allem nach der großen Niederlage gegen Apple der Schmerz bei Samsung tief sitzt. Gewiss ist es auch verständlich, vom eigenen Standpunkt nicht abrücken zu wollen, aber aus diesem Grund die beleidigte Leberwurst zu spielen und sich gegen einen möglicherweise pragmatischeren Weg zu entscheiden, ein Ende der Streitigkeiten herbeizuführen, ist auch nicht zielführend. Statt sich vor dem US-Gericht weiter über das gefällte Urteil und in weiteren Ländern um weitere Streitigkeiten zu kümmern, hätte man die durch die Einigung gewonnene Ruhe nutzen können, um sich stärker auf weitere Innovationen zu konzentrieren. Stattdessen geht es weiter mit der internationalen Gerichtsschlacht – und zwar mindestens bis 2014.

Quelle: Yonhap [via AFP]

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