Samsung NX200 - Megapixel-starke Systemkamera mit Hochgeschwindigkeits-AF

Holger Blessenohl
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Der Megapixel-Wahn ist beendet? Nicht bei Samsung. Ganze 20 MP bietet der Nachfolger der erfolgreichen NX100 verteilt auf einem APS-C großen CMOS-Sensor. Der Vorgänger NX100 musste sich noch mit 14,6 MP bescheiden. Interessanter ist aber eine andere Sache der IFA-Neuheit: Mit einer Reaktionszeit von lediglich 100 Millisekunden ist die NX200 die derzeit schnellste Kamera – ich zitiere – "ihrer Klasse".

Samsung NX200 - Megapixel-starke Systemkamera mit Hochgeschwindigkeits-AF

Ihre Klasse, damit dürfte Samsung die neuen spiegellosen Systemkameras meinen, deren Nische in rasanter Geschwindigkeit immer größer wird. Die im schicken Metallgehäuse verbaute NX200 fokussiert aber nicht nur deutlich schneller, sie bietet mit einem High-ISO-Bereich von ISO 12.800 auch eine gigantisch klingende Empfindlichkeit. Fragt sich nur, ob Samsung im hohen ISO-Bereich das Rauschen noch halbwegs im Griff hat.

Gefilmt wird mit 1080p Full HD und Stereo Sound. Die NX100 lag noch bei 720p. Bei Serienbildern können pro Sekunde sieben Bilder geschossen werden. Geblieben ist das 3 Zoll große Display und die iFunction genannte Kamera-Steuerung über das Objektiv. Für schnelle Schnappschüsse gibt es eine ebenfalls über das Objektiv erreichbare Smart-Auto-Funktion. Bei den Motivprogrammen sind zwei 3D-Modi hinzugekommen, 3D-Foto und 3D-Panorama.

Ein großer Nachteil von Samsungs NX-System ist allerdings das für die Wechselobjektive verwendete NX-Bajonett. Während z.B. bei Olympus und Panasonic mit dem Micro-Four-Thirds-Standard inzwischen – auch über Adapter – eine erkleckliche Anzahl von Objektiven möglich sind, muss Samsung nach wie vor alle NX-Objektive selber produzieren. Ricoh hatte vor einiger Zeit dieses Problem beim GXR-System mit einem GXR Mount-Adapter gelöst, der die Ricoh-Kamera kompatibel zum Leica M-Bajonett macht.

Bei den Samsung NX-Kameras wird es hingegen wohl auch weiter keine Objektive von Drittherstellern geben, dafür hat Samsung bereits im Juli gleich drei eigene neue Objektive vorgestellt: Ein 16 mm Ultraweitwinkel-Pancake mit einer hohen Lichtstärke von F2,4, ein Makro- und Porträt-Objektiv mit 60 mm Festbrennweite sowie ein Universal-Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 18-200 mm und einer Lichtstärke von F3,5-6,3.

Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen bei 349 Euro für das Ultraweitwinkel, 599 Euro für das Makro-Objektiv und 799 Euro für das Zoomobjektiv. Die beiden Festbrennweiten sind bereits erschienen, das Zoomobjektiv soll noch diesen Monat folgen. Die NX200 wird ebenfalls noch diesen Monat in die Läden kommen, den Preis gibt Samsung mit 849 Euro an. Ziemlich viel Schotter, wenn man bedenkt, dass die NX100 im Online-Handel derzeit schon für deutlich unter 300 Euro zu haben ist. Auch listet die Kamera für nur noch 349 Euro.

Was haltet Ihr von Samsungs NX-System? Habt ihr schon selber Erfahrungen mit spiegellosen Systemkameras gemacht? Eure Kommentare könnt Ihr unten posten.

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