Schneller als USB 3.0: iPhone-Fabrikant Foxconn und Samsung setzen auf neuen Drahtlos-Standard

Florian Matthey

Neben Bluetooth und WLAN könnten wir bald einen weiteren drahtlosen Datenübertragungsstandard bekommen: „Kiss“. Das Startup Keyssa bekommt jetzt Unterstützung durch Foxconn und Samsung.

Schneller als USB 3.0: iPhone-Fabrikant Foxconn und Samsung setzen auf neuen Drahtlos-Standard

Mit „Kiss“ sollen sich große Datenmengen innerhalb weniger Sekunden drahtlos zwischen Geräten übertragen lassen. Bis zu sechs Gbit pro Sekunde, also 750 MB pro Sekunde sollen sich so übertragen lassen. Damit ist die Geschwindigkeit sogar höher als die von USB 3.0, das „nur“ 5 Gbit beziehungsweise 625 MB pro Sekunde erreicht. Kiss soll daher einen Großteil der heutigen Anschlüsse überflüssig machen; selbst die Verbindung zwischen einem Rechner und einem Display soll so drahtlos statt über HDMI erfolgen können.

Das Startup Keyssa, das die Technologie entwickelt hat, hat bereits seit einiger Zeit prominente Unterstützter – unter anderem den „Vater des iPod“ Tony Fadell, der später das Smart-Home-Unternehmen Nest gründete, das mittlerweile zur Google-Mutter Alphabet gehört. Fadell verließ Nest im letzten Jahr.

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Die neue Drahtlostechnologie „Kiss“

Der Keyssa-CEO Eric Almgren berichtet, dass sein Unternehmen bereits 100 Millionen US-Dollar von Fadell, Samsung und Intel erhalten habe. Die Partnerschaft mit Foxconn und Samsung soll den Kiss-Standard für Smartphones fördern. Bisher hatte sich Keyssa vor allem auf Laptops und Tablets konzentriert. Das Ziel ist nicht nur, Verbrauchern das Leben zu erleichtern – sondern auch Produktdesignern zu helfen: Sie sollen sich weniger Sorgen um die Integration von Anschlüssen machen müssen.

Ob und wann die ersten Samsung-Smartphones mit „Kiss“ erscheinen, ist allerdings noch unklar. Auch wird sich zeigen, welche Rolle die Foxconn-Investition spielt: Foxconn ist zwar ein enger Apple-Partner, allerdings stellt sich die Frage, ob Apple auch mit dem Konkurrenten Samsung kooperieren möchte. Noch dünnere Geräte durch noch weniger Anschlüsse dürften aber in Apples Interesse sein.

Quellen: Keyssa via AppleInsider

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