Galaxy Note 7 im Hands-On-Video: Samsungs neues Phablet-Flaggschiff überzeugt

Marco Di Lorenzo
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Samsung Galaxy Note 7: Hands-On
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Fans der Galaxy-Note-Serie hierzulande dürfen jubeln: Das Note 7 erscheint nun wieder in Europa und somit auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wie erwartet überspringt Samsung die sechste Version und implementiert viele beliebte Funktionen des kleinen Bruders, dem Galaxy S7.

Galaxy-Note-Fans mussten sich lange gedulden. Seit dem Release des Note 4 im Herbst 2014 hat es bei uns keine neuen Geräte der beliebten Serie gegeben. Stattdessen hat Europa ein S6 edge Plus bekommen – mit großem Display, aber ohne Stylus. Viele gingen daher einen anderen Weg und haben das Note 5 aus Asien oder den USA importiert.

Dass die Nachfrage auch bei uns durchaus vorhanden ist, hat Samsung nun auch selbst erkannt und bringt das Galaxy Note 7 wieder auf alle Märkte. Und entgegen vieler Gerüchte im Vorfeld, gibt's das Gerät überall in nur einer Version.

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Die Ränder sind rund und symmetrisch

Samsung setzt beim Galaxy Note 7 nun auf das edge-Konzept: Die Displayränder sind zu beiden Seiten hin abgerundet. Darüber lassen sich per Wischgesten Shortcuts, Tools und weitere Funktionen abrufen, genauso wie dies schon bei allen anderen edge-Geräten der Fall war. Der Screen wird geschützt vom neuen bruch- und kratzfesterem Gorilla Glass 5.

Auch die gläserne Rückseite ist zu den Seiten abgerundet. Das Gerät liegt so nicht nur weit besser in der Hand; von der Seite betrachtet erscheinen Vorder- und Rückseite auch perfekt symmetrisch.

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Eine Version des Note 7 mit flachem Display wird es definitiv nicht geben, das hat uns Samsung auf Nachfrage bestätigt. Dafür gibt es vier verschiedene Farben: Black Onyx, Blue Coral, Silver Titanium, Gold – letztere wird aber aus heutiger Sicht nicht in Europa erhältlich sein.

Samsung verbaut ein für die Note-Serie typisches 5,7-Zoll-AMOLED-Display mit WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel). Trotz der Phablet-Größe hat man sich softwareseitig viel einfallen lassen, damit sich das Smartphone auch mit einer Hand gut bedienen lässt. So lassen sich etwa die meisten Menüs per Wischgesten am unteren Bildschirmbereich aufrufen.

Das Note 7 misst 153,5 mm in der Höhe, ist 73,9 mm breit, 7,9 mm dick und 169 Gramm schwer.

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S Pen – schreiben wie mit gespitztem Bleistift

Wieder direkt ins Gerät integriert ist der Stylus oder auch S Pen genannt. Dieser wurde nochmal deutlich leichter und schlanker entworfen, ist nun 108 mm lang und 5,8 mm breit. Besonders die Spitze ist mit einem Durchmesser von 0,7 mm spürbar feiner und genauer geworden und kann über 4.000 Druckstufen unterscheiden. Besonders stolz ist man bei Samsung, dass sowohl das Note 7 als auch der S Pen IP-68-zertifiziert und somit wasserdicht sind. Somit lässt sich auch am nassen Screen schreiben.

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Samsung hat dem S Pen einige neuen Funktionen spendiert:

  • Always-On Notes: Entnimmt man den Stift, während sich das Gerät im Stand-By-Modus befindet, kann man Notizen auf dem Always-On-Lockscreen anfertigen und dort anpinnen, um sie ständig vor Augen zu haben.
  • Animierte GIFs: Mit dem S Pen lässt sich nun ein bewegter Bildausschnitt selektieren und aufnehmen. Dieser lässt sich danach als animiertes GIF abspeichern.
  • Translate: Man schwebt mit dem S Pen über ein beliebiges Wort und kann sich dieses in verschiedene Sprachen übersetzen lassen. Dies funktioniert allerdings nur Wort für Wort.

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  • Magnify: Verwandelt den S Pen in eine Lupe. Der Bildausschnitt über den man den Stylus hält wird in wählbarer Skalierung vergrößert. Gerade bei nicht-optimierten Webseiten ist das praktisch, um Ausschnitte ohne Pinch-To-Zoom hervorzuheben.
  • Glance: Glance soll den Wechsel zwischen Apps mittels S Pen erleichtern. Während man in einer App arbeitet, wird eine andere zu einer kleinen Box am unteren Bildschirmrand minimiert. Schwebt man mit dem Stylus darüber, wird diese maximiert, entfernt man den Stift, wird diese wieder minimiert.

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Für's Notieren, Sketchen und Malen gibt es von Samsung jetzt übrigens nur noch eine App mit dem simplen Namen „Samsung Notes“. In diese wurden alle Funktionen von Action Memo, S Note etc. integriert.

Iris-Scanner: Entsperren mit einem Blick

Samsungs zweiter großer Schwerpunkt beim Note 7 ist das Thema Sicherheit. Erstmals wird ein Iris-Scanner verbaut, wie er auch schon beim Lumia 950 zum Einsatz kommt.

In unserem ersten Test hat es anfangs manchmal lange gedauert, bis das Entsperren funktioniert hat. Meist scheiterte es daran, dass der Abstand zum Gerät zu groß ist oder die Augen zu wenig geöffnet sind. Hat man beides heraus, funktioniert die Technik blitzschnell – oftmals so schnell, dass man vom eigentlichen Scan-Vorgang gar nichts erkennt.

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Schade: Um den Iris-Scanner zu nutzen, muss das Gerät zuerst aufgeweckt und die Funktion per Wischgeste auf dem Lockscreen aktiviert werden. Da funktioniert das direkte Entsperren per – natürlich weiterhin in den Homebutton integrierten – Fingerabdruckscanner eindeutig schneller.

Der Iris-Scanner lässt sich auch nutzen, um auf einen neuen, speziell gesicherten „Secure Folder“ zuzugreifen, der nur vom Besitzer selbst einsehbar sein soll. Dieser ist durch die eigene KNOX-Technologie verschlüsselt und etwa für sensible Dokumente, Scans von Ausweisen oder Bankbelegen gedacht.

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HDR-Streaming und Vulkan-Support

Das Galaxy Note 7 unterstützt wie auch das S7 und das S7 Edge die Vulkan-API. Die Schnittstelle soll bei unterstützen Spielen für noch schnellere und detailliertere 3D-Grafik sorgen. Außerdem können Videos nun in HDR gestreamt werden, wodurch das Bild ausgewogener und detailreicher dargestellt wird. Hier scheitert es aber wohl noch an der Verfügbarkeit solcher Inhalte.

Nichts neues gibt's bei der restlichen Hardware: Im Galaxy Note 7 wird die selbe 12-Megapixel-Kamera verbaut, die auch beim S7 zum Einsatz kommt. Sie verfügt über die Dual-Pixel-Technologie, optischen Bildstabilisator und f/1.7-Blende. Die Frontkamera löst mit 5 Megapixeln auf.

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Samsung setzt in Europa auch auf den gleichen hauseigenen Prozessor: Der Exynos 8890 Octa-Core taktet mit bis zu 2,3 GHz. Dazu gibt es 4 GB RAM und 64 GB internen Speicher. Dieser lässt sich mit microSD-Karten um bis zu 256 GB erweitern. Der neue UFS-Standard wird nicht unterstützt.

Der Akku hat eine Kapazität von 3.500 mAh und unterstützt sowohl Fast- als auch Wireless-Charging. Zum ersten mal in einem Smartphone verbaut Samsung übrigens einen USB-Type-C-Anschluss. Als Betriebssystem ist Android 6.0.1 Marshmallow vorinstalliert. Samsung hat die eigene TouchWiz-UI leicht überarbeitet und setzt auf ein schlichteres und weniger buntes Design bei der Oberfläche.

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Samsung Galaxy Note 7: Erster Eindruck und Verfügbarkeit

Nach dem ersten Eindruck kann man bereits voraussagen, dass das Note 7 auf jeden Fall wieder Topseller-Potenzial hat. Samsung vereint die beliebten Eigenschaften der Note-Serie mit der State-of-the-Art-Ausstattung des kleinen Bruders, des Galaxy S7. Dazu kommen noch jede Menge neuer S-Pen-Features und der Iris-Scanner. Das Gerät liegt trotz Phablet-Größe sehr gut in der Hand und wirkt extrem hochwertig. Das neue Dual-edge-Display wird aber sicherlich nicht jedem Note-Fan gefallen. Schade ist auch, dass der Akku für ein Gerät dieser Größe mit 3.500 mAh doch etwas kleiner ausgefallen ist, als ursprünglich erwartet.

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Das Samsung Galaxy Note 7 soll am 2. September in den Handel kommen. Die Vor-Registrierung startet bereits heute, vorbestellt werden kann das Phablet ab dem 16. August – in diesem Fall erhält man sein Gerät drei Tage vor dem eigentlichen Release. Und wer über den Samsung-Store kauft, erhält die neue Gear VR gratis im Bundle dazu – was die VR-Brille kann, könnt ihr in unserem Ersteindruck zur neuen Samsung Gear VR nachlesen.

Samsung Galaxy Note 7: Spezifikationen

Samsung Galaxy Note 7
Display 5,7 Zoll Super AMOLED mit 2.560 x 1.440 Pixel (WQHD, 515 ppi)
Prozessor Exynos 8890 Octa-Core (4 x 2,3 GHz; 4 x 1,6 GHz), 64-Bit, 14 nm
Arbeitsspeicher 4 GB (LPDDR4)
Datenspeicher 64 GB (mittels microSD-Karte um bis 256 GB erweiterbar)
Kamera 12 MP mit Dual-Pixel, f/1.7-Blende, optischem Bildstabilisator
Frontkamera 5 MP mit f/1.7-Blende
Akku 3.500 mAh
Konnektivität  Bluetooth 4.2 LE, LTE, NFC, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac (2,5 und 5 GHz), GPS
Abmessung 153,5 x 73,9 x 7,9 Millimeter
Gewicht 170 Gramm
Betriebssystem Android 6.0.1 Marshmallow
Besonderheiten Iris-Scanner, Fingerabdrucksensor, USB Type C, Stylus, wasser- und staubdicht nach IP68-Standard, kabelloses Laden (WPC- und PMA-Standard)
Farben Black Onyx, Blue Coral, Silver Titanium, Gold

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