Begleitet uns im zweiten Teil unserer Serie Entwicklung des Gaming in eine Zeit, in der die Pixel das Laufen lernten.

Nach dem großen Videospielcrash im Jahre 1982 veränderte sich die Welt des Gamings für immer. Das Lager der Spieler spaltete sich in zwei Fraktionen. Auf der einen Seite gab es die Computer- und auf der anderen Seite die Konsolenspieler. Der ewige Kampf zwischen beiden Parteien hält noch bis heute an.

Und noch was veränderte sich. Während vor dem großen Crash fast alle bekannten Konsolen sowie Spiele in den USA entwickelt wurden, nahm nun ein Land namens Japan die Vorreiterrolle ein. Für die nächsten 20 Jahre steht Japan als Synonym für Videospiele. Besonders zwei Firmen stachen dabei hervor, Nintendo und Sega.

Nachdem sich im ersten Teil unserer Serie Entwicklung des Gaming alles um die Anfänge unseres faszinierenden Hobbys drehte, stehen im zweiten Teil die wilden Achtziger sowie die Anfänge der Neunziger im Mittelpunkt. Erfahrt alles über das Comeback der Konsolen, die Hosentaschen-Revolution, die Erfindung eines neuen Genres und vieles mehr. Beginnen werden wir aber da, wo wir das letzte Mal stehen geblieben sind, beim Amiga.

Amiga – Die Revolution auf dem Computermarkt

Nachdem grandiosen Erfolg des C64 war es nur eine Frage der Zeit, bis die Firma Commodore einen Nachfolger auf den Markt bringen sollte. Im Jahre 1985 war es dann soweit. Der Amiga 1000 erblickte das Licht der Welt. Das Gerät stellte eine ziemlich komplizierte Mischung aus Heim- und Berufscomputer dar und eignete sich für Spieler eher weniger, da er einfach zu teuer war. Das erkannte auch Commodore und schob 1987 den Amiga 500 nach, der quasi als inoffizieller Nachfolger des C64 gilt. Mit seinen 4.096 Farben und der einfachen Bedienung entwickelte sich der Computer zum absoluten Kultobjekt bei Zockern. Auf dem Amiga erschienen unzählige Klassiker wie Worms, Cannon Fodder, Apidya, Monkey Island oder Defender of the Crown. Es sah also so aus, als wären Konsolen auf dem Spielemarkt erstmal abgeschrieben gewesen.