Sony hat sich erstmals zu einer verpflichtenden Update-Politik geäußert. Demnach werden bestimmte Geräte zwei Jahre lang mit Android-Aktualisierungen bedacht. Schlechte Nachrichten gibt es, was die Sicherheit älterer Geräte betrifft.

Android-Updates: Sony verspricht zwei Jahre – mit Einschränkungen

Sony: Lange Android-Updates nicht für alle Smartphones

Viele Hersteller winden sich ein wenig, wenn es um verpflichtende Angaben zu Software-Aktualisierungen geht. Jetzt wagt Sony einen Schritt nach vorne und verkündet offiziell, was viele Nutzer schon länger wissen. Nicht alle Geräte bekommen zwei Jahre lang kostenfreie Updates auf neue Android-Versionen. Noch schlechter ist es um die Sicherheit günstiger Geräte bestellt.

In einem jetzt veröffentlichten Statement heißt es, dass lediglich die Premium-Smartphones zwei Jahre nach Markteintritt mit Updates versorgt werden. Der Konzern behält sich vor, Geräte der Mittel- und Einsteigerklasse nicht für zwei volle Jahre zu aktualisieren. Dies soll der Fall sein, wenn bei Tests nicht mehr „die exakten Standards“ von Sony eingehalten werden können. Eine „gute Nutzererfahrung“ soll im Mittelpunkt stehen. Kann diese mit einem Update auf eine neue Version von Android nicht mehr gewährleistet werden, wird das Gerät eben nicht aktualisiert. Im Klartext bedeutet das, dass Premium-Smartphones zwei Jahre lang mit Updates versorgt werden – bei anderen Geräten entscheidet Sony von Fall zu Fall.

Im gleichen Statement wurden auch neue Details zum „Security Update Program“ von Sony bekannt. Hier geht es nicht um Feature-Updates zu Android selbst, sondern um das Schließen von Sicherheitslücken. Leider hat der Konzern auch in diesem Bereich keine guten Nachrichten zu verkünden. Premium-Geräte und ausgewählte Mittelklasse-Smartphones bekommen die Patches geliefert, während Einsteigermodelle gar nicht erst erwähnt werden. Auch zu einem Zeitraum äußerst sich Sony nicht – anderes als bei Android-Aktualisierungen.

Sony: Updates gegen Meltdown und Spectre bestätigt

Die Prozessor-Exploits Meltdown und Spectre sind auch in der Smartphone-Welt relevant. Viele Hersteller arbeiten bereits an Updates beziehungsweise haben die von Google bereitgestellten Patches bereits an die Nutzer weitergegeben. Vor einer Woche machte dann die Meldung die Runde, dass Sony die Sicherheitslücken nicht bei allen Geräten stopfen würde. Das Sony Xperia Z5, Ende 2015 auf den Markt gekommen, sollte zum Beispiel nicht versorgt werden.

Jetzt hat Sony offiziell eine Liste mit Geräten vorgelegt, die Updates gegen Meltdown und Spectre bekommen werden. Es handelt sich um Smartphones, die in den letzten zwei Jahren veröffentlicht wurden. Zu erkennen sind sie am Google-Sicherheitspatch vom 5. Januar 2018. Die vollständige Liste lautet: Xperia XA1, Xperia XA1 Ultra, Xperia L1, Xperia XA1 Plus, Xperia XA2, Xperia XA2 Ultra, Xperia L2, Xperia X Performance, Xperia X, Xperia X Compact, Xperia XZ, Xperia XZ Premium, Xperia XZs, Xperia XZ1 und Xperia XZ1 Compact.

Was haltet ihr von Sonys Vorgehen, nur die Flaggschiffe garantiert zwei Jahre lang zu aktualisieren? Wie seht ihr die Problematik mit Sicherheitspatches? Schreibt eure Meinung dazu in die Kommentare.

Quelle: Xperia Blog via GSMArena
Artikelbild zeigt Sony Xperia XZ Premium

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