Smartphone-Kameras: Sony stellt neue, flachere CMOS-Sensoren vor

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Das Format heutiger Smartphones wird vor allem von der Größe des Akkus, Displays und der verwendeten Kamera bestimmt. Besonders letztere gibt heutzutage die Dicke eines Geräts vor. Während einige Hersteller kleine Ausbeulungen an ihren Smartphones in Kauf nehmen, um den Rest des Gehäuses dünner gestalten zu können, hat Apple diesen Kompromiss bislang immer verhindert. Damit dies auch weiterhin beim Trend zu immer dünneren Smartphones möglich ist, werden flachere Kamera-Module benötigt.

Smartphone-Kameras: Sony stellt neue, flachere CMOS-Sensoren vor

Sony stellte heute in Tokio gleich mehrere Modelle mit 8 bis 13 Megapixeln der Öffentlichkeit vor, die diese Eigenschaft besitzen. Den kleineren Sensor ermöglicht Sony durch Trennung von Optik, der “pixel section”, und der eigentlichen Signalverarbeitung, der “circuit section”. Waren diese beiden Elemente bisher auf einer großen Fläche nebeneinander untergebracht, liegen sie nun übereinander und können getrennt voneinander produziert werden.

Neben der flacheren Bauweise bringen einige der neuen Module auch noch weitere technische Verbesserungen. So hat der Hersteller den klassischen RGB-Aufbau (Rot-Grün-Blau) der neuen Sensoren um einen weißen Pixel erweitert. Sony nennt die Technik “RGBW Coding”. Durch den vierten Pixel soll sich Empfindlichkeit des Sensors verbessert werden und damit auch bei schlechten Lichtverhältnissen Bilder mit geringem Rauschen ermöglichen.

Neben verbesserter Foto-Qualität, wurden aber auch die Video-Funktionen der neuen Sensoren aufgebohrt. Während HDR-Fotografie bereits in vielen Smartphones Realität ist, zum Beispiel durch Einsatz entsprechender Software, erlauben Sonys neue Sensoren auch einen HDR-Video-Modus. Ein Beispiel dessen was die neue Technik kann, demonstriert Sony anhand eines kurzen Videos:

Wie man im Video leicht sehen kann, sind sowohl Vorder- als auch Hintergrund beim Einsatz der HDR-Technik klar zu erkennen.

Sony plant die Auslieferung erster Test-Exemplare des neuen Sensors im März dieses Jahres. Dieses Modell soll rund 8 Megapixel besitzen, hat aber noch keinen HDR-Video-Modus und muss auch auf das “RGBW Coding” verzichten. Erste Modelle eines 13-Megapixel-Moduls, welches dann auch die beiden zusätzlichen Features besitzen soll, sollen im Juni erscheinen. Eine abgespeckte Variante mit nur 8 Megapixeln soll im August folgen.

Ob Apple die neuen Kamera-Module in einem kommenden iPhone einsetzen wird, steht selbstverständlich noch in den Sternen. Erst ein Blick ins Innere nach der Vorstellung wird endgültigen Aufschluss darauf geben können. Bereits im iPhone 4S setzt Apple jedoch auf die Kamera-Technik von Sony. Im vergangenen Jahr war schon einige Monate vor der Vorstellung des iPhone 4S durchgesickert, dass die Module des japanischen Herstellers seinen Weg in das kommende Apple-Smartphone finden würden. Vielleicht kommen dank der flacheren Bauweise dann auch die Käufer des nächsten iPod touch oder iPad in den Genuss einer besseren Kamera.

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