Sony: Vorbildliche Mitarbeit an Android-Open Source-Code

Frank Ritter
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Einer der Stützpfeiler von Android ist die Tatsache, dass das Betriebssystem quelloffen ist. Jeder kann mitwirken, Patches und Erweiterungen einreichen – zumindest in einem gewissen Rahmen. Und so kommt es häufig vor, dass auch Hersteller von Android eigene Teile zum Android-Code hinzufügen. Der beste Code-Lieferant ist Sony, ließ Android AOSP-Chef Jean Baptiste Queru durchblicken. Ein nicht ganz uneigennütziges Engagement, denn die Code-Mitwirkung Sonys verkürzt die Zeit maßgeblich, die Japaner zum Ausliefern von Updates benötigen.

Sony: Vorbildliche Mitarbeit an Android-Open Source-Code

Sony hat sich 2011 – noch unter dem Namen Sony Ericsson – und 2012 viele Freunde in der Developer-Community gemacht: Die Japaner halfen bei der Umsetzung der CyanogenMod für viele Xperia-Geräte, stellen haufenweise APIs für Hardware-Erweiterungen zur Verfügung, lassen sich auf allen relevanten Entwickler-Events sehen, verleihen Geräte an Entwickler und besitzen eine vorbildlich gepflegte Entwicklersektion auf der eigenen Homepage. Kurzum: Man kann die Arbeit von Marcus Hansson und seinen Mannen gar nicht hoch genug loben. Entsprechend verwundert es auch nicht, dass Sony bei der Mitarbeit am Code von Android vorangeht und so viel beiträgt wie kein anderer Hardware-Hersteller.

Jean-Baptiste Queru, seines Zeichens AOSP-Beauftragter (Android Open Source Project) von Google, stellte jetzt die Leistungen von Sony in einem Posting auf Google+ explizit heraus. Im Zusammenhang mit dem Release des Updates auf Ice Cream Sandwich für das Sony Tablet S betonte er, dass Sony das Update wohl auch deswegen so schnell (innerhalb von 5 Monaten) ausliefern konnte, weil ein guter Teil der Code-Anpassungen bereits vorher in den AOSP-Code eingepflegt wurden (Übersetzung von uns):

Weil Sony viel zum Android Open Source Project beigetragen hat, gibt es weniger Änderungen, die sie selbst pflegen müssen: Ihre Änderungen sind bereits vorhanden, wenn der Source Code (einer neuen Android-Version) veröffentlicht wird. Das dürfte einer der Gründe sein, warum Sony schneller (mit dem ICS-Update) fertiggeworden ist: Die Arbeit, die man in das Vorbereiten der Open Source-Beiträge investiert hat, habe Sony einen Vorsprung verschafft. Ich glaube nicht, dass irgend ein anderer Hersteller so viel beigetragen hat wie Sony, also müssen andere jetzt folgen.

Obwohl hier einige sicher argumentieren dürften, dass ein Zeitraum von 5 Monaten nicht als im klassischen Sinne schnell zu bezeichnen ist und andere Hersteller wie Acer und ASUS bereits ebenfalls ICS auf ihre Tablets gebracht haben. Trotzdem eine gute Sache, dass und vor allem wie Sony zum AOSP-Code beiträgt. Denn davon profitiert letztlich Android insgesamt.

Quelle: Google+ [Android Police]

Dieser Artikel ist ursprünglich auf androidnext.de erschienen. androidnext und GIGA ANDROID sind jetzt eins. Mehr erfahren.

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