Vaio Z: Sony präsentiert Notebook mit "Light Peak"-Schnittstelle im USB-Anschluss

Florian Matthey
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Die Gerüchte haben sich bestätigt: Nach Apple hat nun auch Sony einen ersten Rechner mit einer Thunderbolt-Schnittstelle vorgestellt. Das Notebook verdeutlicht mit einer externen Grafikkarte, was mit der Technologie möglich ist. Leider bestätigt das Modell Vaio Z auch Spekulationen um eine Fragmentierung des Marktes um Intels High-Speed-Schnittstelle – selbst der Name ist bei Sony ein anderer.

Während Apple die von Intel zuvor “Light Peak” genannte Schnittstelle für die aktuellen MacBook-Pro- und iMac-Modelle in “Thunderbolt” umtaufte, bleibt Sony bei der alten Bezeichnung: Das Vaio Z arbeitet mit einer “Light Peak”-Schnittstelle, die der japanische Hersteller anders als Apple nicht mit einem Mini DisplayPort, sondern mit einem USB-3.0-Anschluss kombiniert hat. Auch das entspricht den Lösungen, die Intel zuvor bei Light-Peak-Prototypen wählte.

Das USB Implementers Forum, das den USB-Standard kontrolliert, zeigte sich seinerzeit nicht begeistert: USB-Ports seien keine Multifunktions-Anschlüsse für andere Technologien. Möglicherweise konnte sich Sony nun aber mit der Organisation einigen – so dass sich die Fragmentierung der Thunderbolt- oder Light-Peak-Schnittstelle bewahrheitet: Während Apple mit Thunderbolt auf den selbst entwickelten Mini DisplayPort setzt, will Sony den USB-Anschluss als Light-Peak-Anschluss etablieren. Hinter zwei Namen und zwei Anschlüssen verbirgt sich also dieselbe Technologie. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus.

Als erfreulichere Nachricht verdeutlicht Sonys Vaio Z aber auch, was mit der Schnittstelle dank der hohen Übertragungsgeschwindigkeit möglich ist: Die Japaner liefern das 13,1-Zoll-Notebook mit einem so genannten “Power Media Dock” aus, der die Funktionsfähigkeit des Rechners erweitert. Zum einen befindet sich in dem Dock wahlweise ein DVD- oder Blu-ray-Brenner.

Spannender ist aber die Integration einer AMD-Radeon-HD-Grafikkarte mit einem Gigabyte Video-RAM: Das verdeutlicht, dass die Light-Peak-Schnittstelle leistungsfähig genug ist, um sogar den Grafikprozessor von außen mit einem Rechner zu verbinden. Theoretisch wären externe Grafikkarten also auch für einen Mac mit Thunderbolt-Schnittstelle möglich. Angesichts dessen, dass Apple im 13-Zoll-MacBook Pro auf Intels integrierten Grafikprozessor der Sandy-Bridge-Generation setzt, wäre für diese Rechner so ein deutliches Plus der Grafikleistung möglich.

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