Hallelujah, es gibt einen Gott: Drakengard 3 angekündigt

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“Bitte? Drakengard? Häh?”. Ja Leute, Drakengard! In Japan ein kleiner Überraschungs-Hit, ist die Serie im Westen fast völlig unbekannt und erreichte erst durch den Nachfolger “Nier” auch hierzulande ein kleineres Publikum. Die Serie war eigentlich tot – nach “Nier” wurde das Entwicklerstudio Cavia aufgelöst. Wie aus heiterem Himmel hat Square Enix jedoch nun angekündigt, die meisten ehemaligen Cavia-Mitarbeiter wieder zusammenzuführen und mit ihnen noch dieses Jahr Drakengard 3 für die Playstation 3 zu veröffentlichen. Und ihr solltet euch da verdammt nochmal drauf freuen!

Hallelujah, es gibt einen Gott: Drakengard 3 angekündigt

Über Drakengard 3 wissen wir bisher noch reichlich wenig: Das Spiel wird zwei Hauptcharaktere haben: Die Schwestern Zero und One. Zero hat eine mechanische Hand, ihr wächst eine Blume aus dem Auge und sie nutzt ihren Gesang als Magie. Während sie freiheitsliebend und extrovertiert ist, ist ihre Schwester One intellektuell und ernst.

Das wars, mehr wurde vom japanischen Enthüllungstext in der Famitsu noch nicht übersetzt. Sicher ist schon jetzt: Wie “Drakengard” und “Drakengard 2″ wird sich das Action-RPG wieder wie ein Mix aus Dynasty Warriors und  Panzer Dragoon Orta spielen.

Aber warum solltet ihr euch wegen der paar Details nun eigentlich auf Drakengard 3 freuen? Hier sind fünf Gründe:

1) “Drakengard” erzählt eine unendlich deprimierende, hoffnungslose Geschichte mit völlig verrückten Haupt- und Nebencharakteren. Während “normale” Videospiele den Spieler belohnen, wenn er sich 2 Stunden durch ein Level kämpft um an dessen Ende einen Nebencharakter zu retten, tötet “Drakengard” den Charakter am Ende einfach trotzdem. Auf möglichst abartige Art und Weise. “Drakengard 2″ und “Nier” sind zwar nicht mehr ganz so böse, geben dem Spieler aber trotzdem regelmäßig völlig nutzlose Aufgaben, nur um ihm aufzuzeigen, dass er eben nicht der Mittelpunkt des Universums ist.

2) Die Charaktere von “Drakengard”, “Drakengard 2″ und “Nier” erfüllen keine Stereotypen, sondern sind von Grund auf neu entwickelte Figuren. Statt sie möglichst sympathisch rüberkommen zu lassen, sind die Figuren größtenteils völlig gestörte Wahnsinnige. Im ersten Teil etwa besteht eure Gruppe aus folgenden Figuren:

  • Hauptcharakter Caim, der von Rache getrieben zu einem völlig empathielosen Massenmörder wird
  • Der ehemals pädophile, blinde Priester Leonard, der nicht mit der Schuld seiner Taten klar kommt
  • Die Elfe Arioch, die durch die Ermordung ihrer Kinder völlig wahnsinnig wurde und mittlerweile ihre Zeit damit verbringt, selbst Kinder zu töten…und zu essen…
  • Ein Kind. Ja, ein weiterer Teil eurer Gruppe, die aus einem Massenmörder, einem Pädophilen und einer Kinder-essenden Elfe besteht ist ein Kind namens Seere.

Nur um das noch einmal klar zu machen: Das sind nicht etwa die Bösewichte: Das sind die spielbaren Charaktere!

3) In einem der Enden von “Drakengard” passiert folgendes:

Dutzende Meter große, nackte Babys mit Zähnen tauchen aus Himmelsportalen auf. Die kinderfressende Elfe wird wegen dieses Anblicks völlig wahnsinnig und lässt sich in Ekstase von den Babys fressen. Der pädophile Prediger verabschiedet sich schweren Herzens von dem Kind, dass euch auf euren Abtenteuern begleitet hat und tut es der Elfe gleich, explodiert allerdings noch im Mund des ihn fressenden Babys, woraufhin eine hunderte Meter große, lebendige Frauenstatue aus dem Himmel erscheint, ihren Magen aufbläst und beginnt, die Welt und deren Zeit aufzusaugen. Um das zu verhindern fliegt Caim, der Held des Spiels und wahnsinniger, mordender Psychopath, mit seinem Drachen Angelus in den Magen der Frau hinein, woraufhin eine Explosion den Bildschirm für einige Sekunden erhellt. Als man wieder etwas erkennen kann, sieht man plötzlich eine moderne Stadt, über der sich ein Portal auftut, woraus die riesige Frau zusammen mit Caim und dem Drachen fallen. Angelus fragt sich, ob dies das Land der Götter ist, der Bildschirm wird schwarz und fünf Buchstaben lassen euch wissen wo ihr seid: Tokio. In einem der schwierigsten Rhythmus-Spiele aller Zeiten besiegt ihr die Steinstatue, die daraufhin explodiert und ganz Tokio zerstört. Caim thront mit seinem Drachen siegreich über der Stadt...woraufhin zwei Jets erscheinen und Angelus mit einigen Raketen vom Himmel jagen. The End.

Und das ist nicht etwa irgendein lustiges Bullshit-Ende zur Erheiterung der Massen: Das ist die offizielle Vorgeschichte zum Nachfolger “Nier”. “Drakengard 2″ dagegen führt ein anderes Ende weiter.

4) Wegen dieser Cutscene:

5) “Nier” hatte meiner Meinung nach einen der besten Soundtracks dieser Konsolengeneration. Zum Release des Spiels stand ich im E-Mail-Kontakt mit der Sängerin der Tracks, Emi Evans. Sie hat die Songs des Komponisten Keiichi Okabe mit Nonsens-Wörtern gefüllt: Dazu hat sie verschiedene Sprachen entworfen, die sich jeweils an bestehenden Sprachen wie französisch, germanisch und englisch orientieren.

Ob Emi Evans wieder am OST mitarbeiten wird, darf bezweifelt werden, aber allein die Beteiligung von Keiichi Okabe und die Aussicht auf einen neuen Soundtrack aus seiner Feder lassen mich schon frühlich durchs Büro hüpfen.

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Weitere Themen: Final Fantasy Type-0, Rise of the Tomb Raider, Murdered: Soul Suspect, Final Fantasy XV, Thief, Final Fantasy Type-0, Rise of the Tomb Raider, Bravely Default, Lightning Returns: Final Fantasy XIII, Square Enix


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