SteelSeries Flux Headset: Der individualisierbare Kopfhörer im Test

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Letzte Woche hatte ich den SteelSeries Flux-Kopfhörer ausgepackt und vorgestellt, nun hatte ich in den letzten Tagen die Möglichkeit, das Gerät im Alltag auszuprobieren. Meinen Testbericht dazu findet ihr hier.

SteelSeries Flux Headset: Der individualisierbare Kopfhörer im Test

Nachdem ich mich schon etwas näher mit In-Ear Kopfhörern aus dem Hause SteelSeries auseinander gesetzt habe, war es nun also an der Zeit, einen klassischen Gaming Headset mit Bügeln zu testen. Das besondere Merkmal am SteelSeries Flux ist vor allem, dass man diesen mit Hilfe einer Webseite namens Flux-Konfigurator selbst anpassen kann. Kommen wir aber zunächst zu den technischen Spezifikationen, bevor es dann mit dem Design weitergeht.

SteelSeries Flux: Technische Details

  • Frequenzbereich: 18 – 28000 Hz
  • Impendanz: 29 Ohm
  • SPL@ 1kHz, 1 Vrms: 118 dB
  • Kabel: 2m
  • Anschlüsse: 3,5 mm

Mikrofon

  • Frequenzbereich: 50 – 16000 Hz
  • Richtcharakterstik: Omni-directional
  • Sensitivität: -38 dB

SteelSeries Flux: Das Design

Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern bietet SteelSeries mit dem Flux-Konfigurator ein Headset nach dem Baukasten-Prinzip. In 6 Schritten könnt ihr so schnell und einfach einen Kopfhörer ganz nach eurem Geschmack zusammenbasteln. Das funktioniert alles in allem sehr gut, der kleine Wermutstropfen hier ist aber, dass die Auswahl der Einzelteile bisher noch eher begrenzt ist. So habt ihr die Auswahl zwischen einem weißen und einem schwarzen Grundgerüst, dazu kommen ein paar Farben für die Seitenteile, die mittels Magnet am Bügel angebracht werden.

SteelSeries-Flux-Sideplates

Etwas schade finde ich hier, dass es nicht noch weitere Farben ohne Aufdruck gibt. Während die schwarzen und weißen Seitenteile nämlich ohne Druck auskommen, sind die anderen Farben (Rot, Blau, Grün, Grau, und  Silber) nämlich mit einem Aufdruck bzw. mit einem Muster versehen. Mir persönlich gefallen diese weniger, das ist aber natürlich Geschmackssache.

Auch die Ohrhörer mit Textil-Überzug gibt es in verschiedenen Farben (Grün, Schwarz, Blau, Rot und Weiß), dazu gibt es eine weitere Variante der Ohrhörer aus Leder, die es allerdings nur in Schwarz gibt (mit diesen ist mein Testprodukt ausgestattet).

SteelSeriesFlux-Ohrhörer

Zu guter Letzt kann man außerdem noch die Farbe des Kabels auswählen. Hier stehen euch mehrere Kabel zur Verfügung, die ihr dazu bestellen könnt. Je nach Kabel gibt hier noch einmal unterschiedliche Farben (das Kabel für unterwegs mit Mikrofon und Fernbedienung etwa gibt es in allen oben genannten Farben der Ohrhörer und zusätzlich in Orange während das Verlängerungskabel, das man vor allem zuhause benutzt, nur in Schwarz zu haben ist). So kann man sich dann also seinen SteelSeries Flux doch ganz gut individualisieren. Die Kombinationsmöglichkeiten sind wie gesagt zwar noch etwas eingeschränkt, aber immerhin. Hier gibt es von mir ein großes Plus.

SteelSeries-Flux-cables

Die Verarbeitung des SteelSeries Flux darf durchaus als robust bezeichnet werden, man kann das Ding biegen, ohne Angst zu haben, es zu zerbrechen. Nur an den Scharnieren sollte man vielleicht nicht zu grob drehen, da diese gefühlt doch wahrscheinlich irgendwann nachgeben. Aber wer will seinen Kopfhörer schon mutwillig zerstören?

Dank einen Klappmechanismus und der mitgelieferten Mikrofasertasche lässt sich der Kopfhörer außerdem schnell verstauen und ist damit auch sehr gut für unterwegs geeignet.

Insgesamt kommt der SteelSeries Flux ohne große Markenkennzeichnung für sich, außerdem auf ausgewählten Seitenplatten weist nur das Unternehmenslogo auf dem Bügel auf die Herkunft des Kopfhörers hin. Auch das mag ich, da ich kein Freund von großen Markennamen auf Produkten bin.

SteelSeries Flux: Der Klang

Auch wenn heutzutage die Optik von Produkten immer wichtiger wird, ist es bei einem Gerät wie einem Kopfhörer vor allem auch seine Funktion, die im Vordergrund steht. Aber auch hier schneidet der SteelSeries Flux in meinen Augen sehr gut ab. Der Klang ist sehr ausgewogen wenn auch etwas basslastig, zum Zocken ist das aber super, denn meines Erachtens sind bei Spielen am Compuer oder an der Konsole dabei vor allem oft die tiefen Frequenzen ganz wichtig, um die richtige Atmosphäre zu schaffen.

Auch unterwegs muss sich der Flux keinesfalls verstecken, denn auch Musik auf iOS- oder Android-Geräten und natürlich auch auf allen anderen Geräten, mit denen man Musik hören und an die man einen Kopfhörer anschließen kann, wird mit einem sehr runden Klangbild wiedergegeben.

Ich habe versucht, an verschiedenen Klangquellen Musik zu hören (Computer, iPod, Fernseher, Smartphone) und dabei nur die Grundeinstellungen genutzt. Ich muss sagen, dass ich mit dem akustischen Resultat sehr zufrieden bin. Da ich die unterschiedlichste Musik höre, ist ein ausgewogener Klang sehr wichtig und das liefert der SteelSeries Flux ohne Schwierigkeiten.

Erwähnt werden sollte auf jeden Fall auch die sogenannte SNDBlock-Funktion: Diese sorgt für eine ziemlich gute Abschirmung der Außengeräusche, gerade beim Zocken hat man so also nur den Klang des Spiels auf den Ohren und ist durch nichts Äußerliches abgelenkt. Natürlich hängt das dann auch noch ein bisschen damit zusammen, wie laut man sich beschallen lässt, aber insgesamt kann ich diese akustische Abschottung nur bestätigen. Das Gleiche gilt übrigens auch für die aus den Kopfhörern kommenden Klänge. Die Außenwelt bekommt davon nämlich nur wenig mit, hierzu muss man schon wirklich sehr laut aufdrehen, damit andere durch den eigenen “Musikgenuss” gestört werden. Ansonsten trifft hier wirklich zu, was SteelSeries selbst zum SNDBlock schreibt: “Was an Sound wichtig ist bleibt drin, was von außen kommt, bleibt draußen.

SteelSeries Flux: Das Mikrofon

Je nach Kabel gibt es hier einen Unterschied: Während die Variante für den PC „nur“ mit Mikrofon ausgestattet ist, bietet das Kabel für Mobilfunkgeräte außerdem auch noch eine kleine Fernbedienung. Das Mikrofon funktioniert in beiden Fällen sehr gut, man muss unterwegs und zuhause als nicht das Mikro möglichst nah an den Mund halten, um von seinem Gesprächspartner verstanden zu werden.

SteelSeries-Flux-Konfigurator-11

Was ich an der Fernbedienung für Mobilfunkgeräte etwas vermisse ist, dass diese neben einem Knopf zum Starten und Stoppen von Liedern bzw. zur Annahme und zum Beenden von Anrufen liefertkeine weitere Funktionen liefert. Einen Lautstärkeregler sucht man vergebens, ebenso fehlt eine Taste, um Lieder zu überspringen oder vor- bzw. zurück zu spulen. Hierzu muss dann also doch wieder das Gerät aus der Tasche genommen werden.

SteelSeries Flux: Der Tragekomfort

Insgesamt finde ich, dass der SteelSeries Flux sehr angenehm und fest auf den Ohren sitzt. Letztere Eigenschaft kann aber nach längerem Tragen – vor allem beim längeren Zocken – etwas unangenehm werden, da der Kopfhörer dann doch schon ziemlich auf die Ohren und den Kopf drückt. Noch etwas schwieriger wird es bei mir persönlich, da ich Brillenträger bin und meine Brille nicht gerade die kleinste ist. Da ist Drücken bei den meisten Kopfhörern dieser Art eigentlich vorprogrammiert.

Ansonsten sitzt das Teil aber fast wie angegossen und man muss auch unterwegs nicht befürchten, dass das Teil einfach vom Kopf rutscht (gibt's ja auch). Auch gefällt mir die Größe der Ohrhörer sehr gut, da ich es vor allem unterwegs doch etwas affig finde, wenn man sich gigantische Studio-Kopfhörer um den Kopf bindet. Zuhause sieht das anders aus, aber da setze ich mich auch anders mit Musik auseinander, als beispielsweise in der U-Bahn.

Das Leder der Ohrhörer bei meiner Ausstattung fühlt sich wirklich sehr angenehm auf den Ohren an, wie genau das bei der Textilvariante der Ohrhörer ist, kann ich leider nicht sagen. Der obere, mittige Teil Kopfhörers ist mit einem mattierten Gummiüberzug versehen, der in meinen Augen nicht nur schick aussieht, sondern auch an der betroffenen Stelle für guten Tragekomfort sorgt.

SteelSeries Flux: Mein Fazit

Je nachdem, welche Ausstattung man sich mittels des Flux-Konfigurators zusammenstellt, kostet der SteelSeries Flux zwischen 95 und 135 Euro. Dafür bekommt man dann nicht nur einen Kopfhörer, der weitestgehend den eigenen optischen Ansprüchen entspricht, sondern meines Erachtens auch ein Headset, das für viele verschiedene Einsatzzwecke genutzt werden kann. Wem die Individualität eines Produktes weniger wichtig ist und wer dennoch gerne diesen Kopfhörer sein Eigen nennen möchte, kann auch zu der etwas günstigeren Variante in klassischem Schwarz greifen, die es schon für rund 75 Euro gibt.

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