E-Mail made in Germany: Schnüffelschutz von Telekom, GMX und Web.de

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Heute haben GMX und Web.de zusammen mit der Telekom die Initiative „E-Mail made in Germany“ angekündigt, die innerdeutschen E-Mail-Verkehr sicherer machen soll. SSL-Verschlüsselung soll die Wege zwischen Anwendern und Servern gegen Zugriff Dritter sichern.

E-Mail made in Germany: Schnüffelschutz von Telekom, GMX und Web.de

Die Initiative wurde von René Obermann (CEO Telekom) und Ralph Dommermuth (CEO United Internet) vorgestellt und besteht aus zwei Schritten. Einerseits wird der unverschlüsselte Mailverkehr zwischen Anwender und den Datenzentren auf zwingende SSL-Verschlüsselung umgestellt. Dies wird bis 2014 geschehen und ohne zusätzliche Kosten und ohne weitere Aufwand für den Anwender.

Bis dahin müssen also alle, die E-Mails bei GMX, Web.de oder T-Online verwenden, auch in Mailprogrammen wie Apple Mail oder Microsoft Outlook auf SSL-Verschlüsselung umstellen. Bislang ist das nicht Pflicht — nur bei Nutzung der jeweiligen Mail-Portale im Browser ist eine SSL-Verbindung Standard.

Zudem verschlüsseln die genannten Anbieter ab sofort die Kommunikation zwischen ihren Rechenzentren, das war bisher nicht der Fall und stellt den Unterschied zu Googlemail, iCloud und anderen dar. E-Mails von T-Online-Mails und GMX-Mails sind damit auch auf ihrem Weg von den Telekom- zu den GMX-Servern geschützt. Die Unternehmen laden ausdrücklich andere Anbieter ein, sich an der Initiative zu beteiligen. Die Tochterunternehmen 1&1 und Strato sollen dem Programm demnächst ebenfalls beitreten.

So soll verhindert werden, dass die Datenpakete auf ihrem Weg durch die Weiten des Internet abgefangen und tatsächlich gelesen werden können. Nach Angaben von Obermann und Dommermuth kommt dabei als Anbieter des Root-Zertifikats nicht Verisign, sondern das hauseigene Telesec zu m Einsatz.

Innerhalb der nächsten Monate wollen sie die Anwender dafür sensibilisieren, auch den Weg zwischen ihrem Computer und den Rechenzentren zu verschlüsseln. Die Anbieter können zwar auf ihrer Seite, in den Rechenzentren für sichere Kommunikation sorgen. Ob die Anwender aber von sich aus den Transport der E-Mail ebenfalls sichern, weiß man nie genau. Ab 2014 können sich also Nutzer der beteiligten E-Mail-Anbieter versichern, dass der gesamte Weg, den ihre Daten über das Netz nehmen, verschlüsselt ist.

Im Unterschied zu PGP, einer Art der Kommunikationssicherung auf Anwenderseite, sichert die Initiative E-Mail made in Germany  übrigens auch Metadaten. Damit können Dritte auch nicht erkennen, wer an wen schreibt und mit welchem Betreff. Auch Anhänge, also die gesamte Kommunikation ist von der Verschlüsselung umfasst.

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