Mobile Datentarife für den Urlaub

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Wer iPhone und iPad im Urlaub zum Lesen von E-Mails, Hochladen von Urlaubsfotos oder für Online-Banking verwenden möchte, dem kommen die im Ausland fälligen Roaming-Gebühren meist teuer zu stehen. Abhilfe schaffen zusätzliche Roaming-Optionen, Datenpakete oder Prepaid-Angebote der Provider. Verschiedene Datentarife und generelle Tipps zum Surfen im Ausland in unserem Urlaubsspecial.

Mobiles Surfen im Ausland

Einige Horrormeldungen berichteten in der Vergangenheit von Urlaubern, die nach ihrer Reise Rechnungen über mehrere tausend Euro von ihrem Mobilfunkprovider erhielten. Schon das unbedachte Ansehen eines Videos oder das Herunterladen von Programmen auf Smartphone oder Tablet können im Ausland tatsächlich zu sehr hohen Kosten führen.

Seit dem 1. Juli 2010 sind die Provider dazu verpflichtet, ihre Kunden beim mobilen Surfen im EU-Ausland genauer über anfallende Roaming-Gebühren zu informieren. Eine EU-Verordnung sieht vor, dass die Daten-Verbindung ab Kosten von jeweils etwa 60 Euro automatisch getrennt wird, falls der Kunde nicht bis zum 1. Juli eine individuelle Daten- oder Kosten-Höchstgrenze festgelegt hat.

Sobald 80 Prozent des Betrags oder der Datenmenge erreicht werden, muss der Kunde außerdem eine Warnmeldung von seinem Provider erhalten, was beispielsweise bei der Deutschen Telekom in Form einer SMS geschieht.


Das neue Gesetz bietet eine bessere Kostenkontrolle für anfallende Roaming-Gebühren im EU-Ausland. Trotzdem bleibt das Surfen über den deutschen Provider eine recht teure Angelegenheit. Mit einigen kleinen Kniffen lässt sich etwas sparen.

So sollte zunächst die Push-Benachrichtigung für sämtliche Anwendungen wie das Mail-Programm deaktiviert werden. Des Weiteren bieten Apps wie Onavo* die Möglichkeit, den Datenverkehr zu reduzieren. In den iOS-Einstellungen lassen sich unter > Allgemein > Benutzung > Mobile Netzwerkdaten die verbrauchten Daten überwachen.

Die wohl günstigste Alternative zum Surfen im Ausland stellen WLAN-Zugänge oder öffentliche Hotspots dar, die häufig kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr von Hotels oder auch Einrichtungen wie Cafes und Restaurants angeboten werden. Um die täglichen E-Mails abzurufen und mit den Lieben daheim in Kontakt zu bleiben, reicht das meist völlig aus. Wichtige Informationen aus dem Netz lassen sich natürlich auch abspeichern, um sie auch später im Offline-Modus zur Verfügung zu haben.

Für die Navigation lädt man sich am besten eine Karte vom Urlaubsort herunter, beispielsweise in Google Maps. Die Ortungsfunktion lässt sich innerhalb des geöffneten Kartenausschnitts anschließend auch offline nutzen.

Wer sich im Urlaub ausschließlich über WLAN mit dem Internet verbinden und sichergehen möchte, dass das iOS-Gerät keine Roaming-Verbindung eingeht, kann letztere Option unter Einstellungen > Allgemein > Netzwerk > Daten-Roaming deaktivieren. Um die folgenden Roaming-Optionen deutscher Provider zu nutzen, muss die Funktion allerdings aktiviert werden.

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