T-Mobile: Keine Bandbreitenbegrenzung für das iPhone – vorerst

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Apples deutscher Exklusiv-Provider für das iPhone räumt mit Missverständnissen auf: “Vorerst gibt es für unsere iPhone-Kunden keine Bandbreitenbegrenzung”, so ein Unternehmenssprecher gegenüber macnews.de. Wenn am kommenden Freitag die ersten Kunden hierzulande das Superhandy aktivieren, müssen sie nicht befürchten, innerhalb weniger Tage von Breitband- auf Schmalband-Verkehr umgeschaltet zu werden. Zwar sehen die Vertragsbedingungen so einen Einschnitt vor, von dieser juristischen Möglichkeit will das Unternehmen allerdings zunächst nur im Missbrauchsfall Gebrauch machen.

Die Aufregung um eine Bandbreitenbegrenzung wie vergangene Woche berichtet war groß: T-Mobile wolle iPhone-Kunden, die ihr Datentransfervolumen ausgereizt haben, den Hahn zu drehen und nur noch schmalbandigen Datenverkehr wie in alten Modem-Zeiten zulassen. Die zugekniffene Leitung hätte dann 64 Kilobit pro Sekunde im Download und magere 16 kBit/s im Upload zugelassen – anstatt der 220 kBit/s, die das EDGE-Netz zulässt. Jetzt können zukünftige iPhone-Surfer aufatmen: “Zum Produktstart ist die Bandbreitenbegrenzung nicht aktiv”, so Unternehmenssprecher Alexander von Schmettow. Damit folgt T-Mobile dem Vorbild von O2 in Großbritannien (wir berichteten).

Gegenüber macnews.de bedauert von Schmettow die unglückliche Formulierung, die in den Vertragsbedingungen Einzug gehalten hat, und versucht, das Juristen-Deutsch geradezurücken: “Wir wollen dem möglichen Missbrauch vorbeugen und deshalb behalten wir es uns vor, in solchen Fällen die Bandbreite zu reduzieren. Die Mehrzahl unserer Kunden wird in der Realität von dieser Klausel nicht getroffen.” Als Missbrauch wertet T-Mobile etwa das massenhafte Versenden von Werbemails, auch die intensive Nutzung von Tauschbörsen ist ein denkbarer Missbrauchs-Kandidat. Dabei ist solch eine Internet-Nutzung mit dem iPhone gar nicht möglich, fehlt dem Gerät doch die Funktion eines Funkmodems, wie es die meisten anderen Mobiltelefone aufweisen. Von Schmettow verweist auf vergleichbare Vertragsbedingungen die Internet-Tarife der web”n”walk-Familie. Die Quasi-Flatrate mit 5 Gigabyte monatlichem Transfervolumen sei ebenfalls an den “fairen” Gebrauch gebunden, bei dem deutlich schnelleren Funkstandard UMTS und HSDPA das Erreichen des Volumens aber auch wahrscheinlicher.

Im Hinblick auf Programme von Drittanbietern, die mit dem Software-Entwichlungskit für das iPhone ab Februar möglich werden, will sich die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom aber absichern. “Nachträglich können wir unsere Vertragsbedingungen nur schwer ändern, darum ist der entsprechende Passus bereit jetzt vorhanden”, erklärt der T-Mobile-Sprecher. Zudem könne man nicht den Datenverkehr eines jeden iPhones überwachen – “und das wollen wir auch gar nicht” -, vielmehr werde T-Mobile bloß stichprobenartig die Transfervolumina überprüfen.

Die drei Tarifmodelle zu Grundpreisen von 49, 69 und 89 Euro sehen die Datennutzung im Inland via EDGE und über die Telekom Hot-Spots vor, von der Datendrosselung im Kleingedruckten ab 200, 1000 bzw. 5000 MB pro Monat über sein Mobilfunknetz nimmt der Provider nun vorerst Abstand. Daneben inkludieren die Tarife 100, 200 oder 1000 Gesprächsminuten in alle deutschen Netze sowie 40, 150 oder 300 Kurzmitteilungen, jede weitere SMS kostet 19, jede weitere Gesprächsminute 39 Cent, nur im 89-Euro-Tarif Complete XL ist sie 10 Cent günstiger. Die Vertragslaufzeit liegt wie in Deutschland üblich bei 24 Monaten, die erstmalige Aktivierung kostet 25 Euro.

Bild: promo

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