T-Mobile USA: Telekom verkauft US-Tochter an AT&T

Florian Matthey
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Die Deutsche Telekom trennt sich von ihrer amerikanischen Tochter T-Mobile USA. Das deutsche Unternehmen wird seine US-Mobilfunksparte für 39 Milliarden US-Dollar (circa 27,5 Milliarden Euro) an den Marktführer AT&T verkaufen. AT&T zahlt einen Teil des Kaufpreises mit eigenen Aktien, so dass die Deutsche Telekom zumindest als Anteilseigner einen Fuß in der Tür zum amerikanischen Markt behält.

Mindestens fünf Prozent der AT&T-Aktien sollen nach der Abwicklung der Übernahme in der Hand der Deutschen Telekom sein, möglicherweise wird das Unternehmen sogar bis zu acht Prozent halten. Bisher möchte AT&T 14 Milliarden Dollar mit Aktien bezahlen, was acht Prozent aller Aktien entspräche, könnte den Anteil der Barzahlung aber noch erhöhen. Fünf Prozent der eigenen Aktien sind aber die vereinbarte Mindestsumme der Wertpapiere. Nach der Übernahme wäre die Deutsche Telekom der größte Einzelaktionär von AT&T.

Für AT&T bringt der Deal die Möglichkeit, die Reichweite des eigenen Netzwerks schneller als geplant auszubauen. Der AT&T-Geschäftsführer und CEO Randall Stephenson verspricht sich von der Transaktion deutliche Vorteile für Kunden, Anteilseigner und die Öffentlichkeit, die nur durch eine Kombination der sich jeweils ergänzenden Netzwerktechnologien und Tätigkeiten der Unternehmen möglich sei.

Die Deutsche Telekom stieg im Jahr 2001 durch Übernahmen der Netzbeteiber VoiceStream und Powertel auf dem amerikanischen Markt ein, hatte als nur viertgrößter Anbieter aber in dem darauf folgenden Jahrzehnt aber Probleme im Konkurrenzkampf mit dem vor allem von AT&T und Verizon beherrschten Markt. Vielen Kunden reichte die Netzabdeckung des Unternehmens nicht aus, außerdem fehlte Privatkunden Apples iPhone im T-Mobile-Produktportfolio.

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