Die Telekom reagiert auf die sich häufenden Beschwerden von Kunden des Spotify-Tarifs, die vor wenigen Wochen auch die Aufmerksamkeit einschlägiger Publikationen – uns inbegriffen – erregt hatten. Statt das Problem direkt zu beheben wurden allerdings nur die Allgemeinen Geschäftsbedingungen angepasst, sodass sie nun auf das Problem hinweisen.

Telekom: Spotify-„Flat“ knabbert weiter am Datenvolumen, AGB angepasst

Wir rekapitulieren: Die Telekom bietet ihren Vertragskunden eine kostenpflichtige Zusatzoption, die suggeriert, man könne Spotify auch unterwegs ohne Beeinträchtigung des übrigen Datenvolumens nutzen. Schaut man genau hin. fällt allerdings auf, dass nur das Streaming von Musik explizit erwähnt wird – weiterer Datenverkehr, der insbesondere durch den Download von Alben-Covern entsteht, fällt sehr wohl zu Lasten des gebuchten Datenpakets. Wer unterwegs viel Musik hört, insbesondere Playlists mit Stücken von unterschiedlichen Alben und Künstlern, stößt schnell an die Datenvolumen-Deckelung, nach der die Telekom die Daten-Geschwindigkeit drosselt.

Nun hat die Telekom die anhaltende Kritik wahrgenommen und das Angebot entsprechend angepasst. Leider im Sinne des Kunden: Während das Problem weiterhin bestehen bleibt wird nun immerhin auf der Angebotsseite und in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen darauf hingewiesen, dass sich Nebenprodukte des Streamings wie die oben beschriebenen Albumcover oder das Teilen von Musik dennoch auf das Datenvolumen niederschlagen. Der Angebotstext lautet nun wie folgt:

Zusätzlich und nur bei der Telekom: Musik streamen und Playlists offline synchronisieren ohne Belastung des Datenvolumens (angerechnet wird z.B. Laden von Covern, Sharen von Inhalten, Spotify Features „Entdecken“)

Wir begrüßen diese Offenheit zwar einerseits, fragen uns allerdings andererseits, warum das Problem nicht schon früher als solches anerkannt wurde. Das ist allerdings offenbar noch nicht der finale Schritt. Der nächste, an dem die Telekom Berichten zufolge mit Hochdruck arbeitet, stellt tatsächlich das Ausschließen sämtlichen Spotify-Datenverkehrs aus der Datenabrechnung dar. Wann es soweit sein wird und ob dies technisch überhaupt möglich ist, ist nicht bekannt.

[via Caschy]

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