Ist der Hype um Tesla bald vorbei? Der Autobauer hat massive Probleme bei der Produktion des Model 3 und verliert dadurch 10 Millionen US-Dollar pro Tag. Dem Elektro-Pionier geht das Geld aus!

Tesla droht Pleite: So viel Geld verliert der Hersteller pro Minute
Bildquelle: GIGA

Der US-Finanzdienst Bloomberg hat errechnet, dass Tesla im vergangenen Jahr 8.000 US-Dollar verbrannte – pro Minute. Wenn es in dieser Geschwindigkeit weitergeht, sind die Bargeld-Reserven bis August 2018 aufgebraucht und Tesla wäre pleite – theoretisch, denn soweit wird es Elon Musk, CEO von Tesla, wohl nicht kommen lassen. Mit einer großen Show und einem „One more thing“ stellte er zuletzt die Neuauflage des Tesla Roadsters vor. Es soll das schnellste Serienauto der Welt werden und in nur 1,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Anleger und Investoren freut das, denn so soll der aktuelle Hype um die Marke weiter ausgebaut werden. Jeder Höhenflug ist aber irgendwann vorbei. Tesla muss liefern, denn noch mehr freuen sich Geldgeber über steigende Umsätze und Gewinne.

Das Tesla Model 3 muss ein Erfolg werden

Bloomberg hat die Zahlen von Tesla aus dem letzten Jahr analysiert und festgestellt, dass der Autobauer pro Stunde 480.000 US-Dollar verbraucht. Pro Tag sind das 11,5 Millionen US-Dollar, umgerechnet knapp 10 Millionen Euro. Grund dafür sind vor allem Probleme bei der Produktion des Mittelklassewagens Model 3. Tesla schafft es einfach nicht, die Produktion hochzufahren und die versprochenen Stückzahlen zu bauen. Das kostet Geld. Musk wollte im dritten Quartal bereits 1.500 Model 3 ausliefern. Die Realität sieht anders aus: Nur 260 Wagen sind im dritten Quartal vom Band gelaufen. Musk selbst sprach von der „Produktionshölle“, in der sich das Unternehmen befindet. Wie es dort aussieht, seht ihr in diesem Video:

Tesla Produktion in der Fremont Factory, Kalifornien (Herstellervideo)
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Mit dem Model 3 will Tesla seine Elektroautos in die Mittelklasse bringen und den Konkurrenten wie BMW, Daimler und Ford Kunden abgreifen. 400.000 Tesla-Fans haben den neuen Hoffnungsträger bereits vorbestellt. Diese immense Stückzahl muss Tesla zunächst abarbeiten. Hinzu kommt, dass noch weitere Ressourcen für den Elektro-Truck und den Roadster benötigt werden, um auch diese Fahrzeuge an die Kunden zu bringen. Die Probleme bei der Produktion werden nicht von heute auf morgen wegfallen. Irgendwann muss Musk seinen Anlegern mehr bieten als optimistische Ziele und beeindruckende Supersportwagen. Noch geht es Tesla gut, die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 52,5 Milliarden US-Dollar. Der US-Konkurrent Ford kommt nur auf 48 Milliarden Dollar. Musk muss trotzdem liefern, die Uhr tickt.

Quelle: Bloomberg

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