UBER in Deutschland: „Wir haben dazugelernt“

Stefan Bubeck
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Was genau macht der Fahrten-Vermittler Uber in Deutschland im Jahr 2017? Wir haben uns diese Woche beim Geburtstag von „UberX“ im Berliner Office auf den neuesten Stand bringen lassen.

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Live Musik auf Knopfdruck mit Uber und Spinnup

Das 2009 gegründete Dienstleistungsunternehmen ist eine weltweite Macht. Die Zentrale von Uber in San Francisco hat gestern stolz verkündet: Wir haben 5 Milliarden Fahrten auf 6 Kontinenten in 76 Ländern vermittelt. In Deutschland konnte Uber allerdings nicht so rasant aufsteigen und spielt noch immer eine untergeordnete Rolle. Einer der Gründe dafür ist die strenge Reglementierung durch das deutsche Personenbeförderungsgesetz, das aus den 1930er-Jahren stammt.

Die Bekanntheit ist trotzdem vorhanden, denn der Marke Uber auszuweichen, das ist kaum möglich. „Call an Uber“, „Uber-Ride“, „Take an Uber“ – wer sich eine US-Serie auf Netflix anschaut oder sich Songs von Drake und Wiz Khalifa anhört, weiß Bescheid. Nie genutzt, aber tausendmal gehört.

Uber in Deutschland: Vermittlung von Fahrten an professionelle Chauffeure und Taxifahrer

„Uber hat dazugelernt“ – so die firmeneigene Einschätzung im Factsheet für die Presse. Eigentlich ist es ganz einfach: Das deutsche Uber ist nicht das Uber, das wir aus den US-Medien kennen. Hierzulande sind alle Fahrer Profis, die einen Personenbeförderungsschein besitzen, zudem sind sämtliche Fahrten vollständig versichert. Die Uber-Fahrer sind also professionelle Chauffeure („uberX“), in Berlin werden zudem Fahrten an Taxifahrer vermittelt („UberTAXI“), für besondere Anlässe gibt es einen Limousinenservice („UberBLACK“). Hier die Übersicht, Stand Juni 2017:

Wie unschwer zu erkennen ist, kann man Uber in Deutschland aktuell nur in den Städten Berlin und München nutzen. Auch hier steht das Unternehmen unter Dauerfeuer von Kritikern, denn nicht jeder Taxifahrer sieht es gern, wenn der Kollege mit Uber kooperiert und sich per App buchen lässt. Das Branchenmagazin Taxi Times verweist auf die USA, wo von „Stundenlöhnen unterhalb des Existenzminimums“ berichtet werde. Ist Uber ein böser Konzern, der dem deutschen Personenbeförderungs-Markt nichts außer Schaden bringt? Wir möchten das an dieser Stelle nicht bewerten und bleiben beim technischen Aspekt. Uber bezeichnet sich selbst als Tech-Company und ist so gesehen ein interessanter Impulsgeber – wenn man einen Blick auf die App wirft, wird auch klar warum.

Auf der zweiten Seite seht ihr, welche neuen Features die Uber-App bietet.

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