Ubisoft: "Actionspiele sollten einen tieferen Sinn haben"

Jonas Wekenborg
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“This is no Men’s World!” Jade Raymond von Ubisoft Toronto ist eine Frau. Nichtsdestotrotz arbeitet sie mit Erfolg in der männerdominierten Games-Branche und hat einen größeren Anspruch an Actionspiele. Mehr Bedeutung, neue Settings und ein tiefergehender Sinn müssen her.

Ubisoft: "Actionspiele sollten einen tieferen Sinn haben"

Jade Raymond ist eine erfolgreiche junge Dame im Games Business. Nebenbei ist sie auch noch zufällig Direktorin der Ubisoft Niederlassung in Montreal. Auf der diesjährigen Game Developers Conference machte sie ihrem Unmut, wie sich Blockbuster-Titel in der letzten Zeit entwickelten, Luft.

Ihrer Meinung nach seien Actionspiele der heutigen Zeit genauso simpel und anspruchslos gestrickt wie Filme des Produzenten Michael Bay. Das Genre sei stark stagniert und auf die Basis von Ego-Shootern heruntergebrochen.

Doch es gibt noch Hoffnung. Man müsse den Leuten lediglich mehr Tiefgang bieten und das Action-Genre mit mehr Bedeutungskraft aufpeppeln. Zudem fordert sie mehr Mut, sich an neue Themen heranzuwagen. So schlägt sie beispielsweise vor, den Hinduismus mit seiner Vorstellung der Wiedergeburt zu verarbeiten. So könnte man dann als Spieler in der Form unterschiedlicher wiedergeborener Tiere Levels mehrfach und auf andere Art und Weise mit unterschiedlicher Erfahrung wiederspielen.

Natürlich ist die Direktorin eines großen Unternehmens wie Ubisoft bodenständig genug, um zu wissen, dass solche Herangehensweisen und Experimente sogar für große Unternehmen schwer durchzusetzen wären.

„Ich bin eine Realistin und momentan leite ich das Studio eines großen Unternehmens. Ich muss eingestehen, dass es bei einem Budget von 60 Millionen Dollar pro Tripple-A-Spiel nicht sehr wahrscheinlich ist, dass man eines dieser Themen zu einer neuen Marke machen kann.“

Dennoch harkt Raymond nach, dass man auch bestehende Marken mit mehr Hintergrund versehen könnte. So würde ein „Grand Theft Auto“, dass das amerikanische Strafsystem kritisiere, oder ein „Call of Duty“, in dem Sexismus thematisiert würde, indem man eine weibliche Soldatin spiele, einen Schritt in die richtige Richtung tätigen.

Quelle: Shacknews

Ist euch das Action-Genre, wie es derzeit ist, so genehm oder sind Raymonds Ansätze der Weg in die richtige Richtung? Was meint ihr? Uns interessiert eure Meinung.

Weitere Themen: Steep, Watch Dogs 2, The Division, Ghost Recon Wildlands, Assassin's Creed Rogue, Rainbow Six: Siege, Assassin’s Creed Pirates, Rocksmith 2014, Assassin's Creed 4: Black Flag, Ubisoft

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