David Cage - "Publisher gehen zu wenig Risiken ein"

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David Cage, der Schöpfer von Fahrenheit und Heavy Rain, meinte in einem Interview mit der englischen Tageszeitung Guardian, dass Publisher zu wenig Risiken eingehen. Und gerade er kann bei diesem Thema aus Erfahrung sprechen, da er für Fahrenheit lange einen Publisher suchen musste. Dem ursprünglichen Publisher Vivendi Universal Games dauerte die Entwicklung damals scheinbar zu lange, so dass letztendlich Atari den Vertrieb des Spiel übernahm. Zu der Thematik meinte David Cage folgendes:

Ich habe schon immer behauptet, dass der Erfolg oder Misserfolg von Heavy Rain eine starke Nachricht an die Spieleindustrie sein würde. Würde das Spiel enttäuschenden Reviews und Verkäufen gegenüberstehen, wäre das ein Anzeichen dafür, dass Spieler nicht daran interessiert sind, verschiedene Wege für Interaktionen, auf Basis von Emotionen, zu erforschen, sowie an einem Spiel, das an ein erwachsenes Publikum gerichtet ist.

Da Heavy Rain sehr positiv angenommen wird, glaube ich dass es eindeutig aussagt, dass Spieler bereit sind, andere Arten von Spiele zu spielen. Publisher sollten sich trauen mehr Risiken einzugehen und der Kreativität mehr Bedeutung geben.

Allerdings ist der momentane Weg vieler Publisher, bekannte Spieleserien fortzusetzen oder einen Relaunch zu starten. Für neues sind Ubisoft und co wenig offen. Weiterhin sagte David Cage:

Der kommerzielle Erfolg des Spiels zeigt eine Sache: Spieler sind nicht die, für die wir sie halten. Sie sind älter, gespannt auf etwas Neues und bereit für mehr Anspruch, als die meisten Spiele zu bieten haben.

Seine Worte werden jedoch bei den Publishern vermutlich wenig gehör finden. Zum Leidwesen der kreativen Entwickler, die gerne etwas neues entwickeln würden.

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