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Gerücht: Verizon-iPhone kommt 2011

Kommt das Verizon iPhone 2011? Der Analyst Shaw Wu von Kaufman Brothers glaubt fest daran: Bei AT&T nähere sich Apple dem Sättigungsniveau, deswegen müsse der Konzern das das iPhone bei weiteren Mobilfunkbetreibern anbieten, schreibt Wu in einem Hinweis an Investoren. Auch ein iPhone für das 4G-Netzwerk im Jahr 2012 sei nicht unwahrscheinlich.


Ein Verizon-iPhone könnte auf SVDO-Technik setzen. Mit SVDO kann man Daten senden bzw. empfangen und dabei auch telefonieren – was CDMA nicht kann. Laut Wu befinden sich Apple und Verizon derzeit in Verhandlungen, auch bezüglich der Technik. Mit einem Verizon-iPhone könne Apple zudem das Wachstum der Android-Plattform einschränken, die sich bei den Kunden des Mobilfunkbetreibers sehr beliebt sei. Fraglich ist, ob der Hersteller den 4G-Standard abwarten will, der laut Wu bereits 2012 weiter ausgebaut sein soll. Ein CDMA-iPhone wäre dann nur eine Zwischenlösung, zitiert AppleInsider den Analysten Wu.

Statt Verizon könnte sich Apple auch für Sprint und T-Mobile entscheiden. Zusammen haben die beiden Mobilfunkbetreiber in den USA fast so viele Kunden wie Verizon.

Letzte Woche bereits fand die Webseite Boy Genius Report Hinweise auf ein CDMA-iPhone im iOS 4-Quelltext.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 12.05.2010
    Verizon und Google entwickeln gemeinsamen iPad-Konkurrenten
  2. 02.01.2011
    Verizon registriert iPhone-Domains
  3. 08.01.2011
    Mögliches CDMA-iPhone: Verizon lädt zum Presse-Event
  4. 12.01.2011
    Verizon-iPhone 4 bringt neues Antennendesign und WLAN-Hotspot-Funktion
  5. 26.01.2011
    US-iPhone: Verizon-Kunden zahlen 20 Dollar zusätzlich für Tethering
  6. 08.02.2011
    iOS-Fragmentierung durch Verizon-iPhone befürchtet
  7. 11.02.2011
    Materialkosten für Verizon-iPhone 4 angeblich niedriger als für GSM-Modell
  8. 04.04.2011
    US-Marktanteil: Verizon-iPhone lässt Apple wachsen
  9. 26.09.2011
    Apple vs. Samsung: Verizon bezieht Stellung gegen Apple

Verizon und Google entwickeln gemeinsamen iPad-Konkurrenten

Gemeinsam mit Google arbeite man an einem Konkurrenten für das iPad, das bestätigt Verizon-Wireless-CEO Lowell McAdam gegenüber dem Wall Street Journal. Der größte US-amerikanische Mobilfunkbetreiber und Google haben bereits beim Motorola Droid an einem Strang gezogen, nun soll ein Tablet-Gerät folgen.

“Wir schauen uns in den Google-Archiven nach Dingen um, die wir im Tablet verbauen können”, beschreibt McAdam die Zusammenarbeit. Bei der Frage nach einem Hersteller und dem Zeitplan für das Tablet-Gerät winkt der Verizon-CEO allerdings ab.

Google hält sich bislang mit einer Bestätigung zur Zusammenarbeit mit Verizon zurück und verweist darauf, dass jedes Unternehmen die Android-Software verwenden dürfe, um Telefone und andere Geräte zu entwickeln. Bereits im April ist ein Tablet eines chinesischen Herstellers aufgetaucht, auf dem das Mobile-Betriebssystem von Google installiert ist (wir berichteten).

Bild: Eric Hauser, “verizon”. Some rights reserved. Flickr.


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Verizon registriert iPhone-Domains

Die noch immer nicht offiziell bestätigte Zusammenarbeit von Apple und Verizon scheinen die beiden Partner langsam unter Dach und Fach bringen zu wollen. Der Blog PocketNow entdeckte vor einigen Stunden, dass sich das Mutterunternehmen Verizon Trademark Services LLC ganz eindeutige Domainnamen gesichert hat, die an einem Verizon iPhone auf den ersten Blick keinen Zweifel mehr lassen.

So hat Verizon die Adressen iphoneonverizon.com sowie iphoneforverizon.com registrieren lassen – eine gute Ausgangsposition für die Vermarktung eines neuen Familienmitglieds in der Verizon-Smartphone-Gruppe. 9to5mac hat dagegen Zweifel, ob die Domains soviel Interpretation erlauben. Schließlich sei es möglich, dass Verizon nur von den Gerüchten profitieren wolle, die in den vergangenen Wochen um eine mögliche Nachfolge Verizons als iPhone-Partner entstanden sind.

Für Apple wäre die Verbreitung des iPhones über Verizon ein wichtiger Schritt, sich weiter gut auf dem Markt zu positionieren und den Konkurrenten nicht kampflos einen ganzen Kundenstamm zu überlassen. Bislang fehlt es jedoch an offiziellen Stellungnahmen der Unternehmen.

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Mögliches CDMA-iPhone: Verizon lädt zum Presse-Event

In den Augen der Gerüche-Köche und Marktanalysten ist es ohnehin schon gesetzt: Das Verizon-iPhone, dass die netzeigene CDMA-Technik des Betreibers unterstützt. Verizon selbst macht nun den Sack zu mit Presse-Einladungen für den 11. Januar, die an Gadget Blogger und Apple Journalisten verschickt wurden. Zudem bestätigt das Wall Street Journal die Informationen und protzt mit Insider-Wissen.

Zwar ist die Einladung vage gehalten und schweigt zu den inhaltlichen Schwerpunkten, das Datum passt jedoch gut zu den bisherigen Anhaltspunkten und Spekulationen. So machte das Unternehmen zuletzt auf sich aufmerksam, als es werbewirksame Domains wie “iphoneforverizon.com” registrierte und Apple sorgte für Spekulationen, als eine angebliche Urlaubssperre für Apple Store Mitarbeiter bekannt wurde. Ein Verizon-iPhone, so sind sich Marktanalysten einig, ist für Apple ein wichtiger Schritt zum Ausbau der Marktdominanz. Schließlich gehen mit den über 100 Millionen Verizon-Kunden bislang potentielle iPhone-Jünger kampflos an die Konkurrenz verloren.

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Verizon-iPhone 4 bringt neues Antennendesign und WLAN-Hotspot-Funktion

Das iPhone-Monopol in den USA fällt: Ab Donnerstag, dem 10. Februar gibt es Apples Smartphone auch vom Netzbetreiber Verizon Wireless. Interessant ist, dass das Verizon-iPhone 4 einige kleine Neuerungen bringt: Das Antennendesign hat sich verändert, auch lässt sich die Internet-Verbindung über WLAN mit anderen Geräten teilen. Ein iOS-Update könnte dieses Feature auch auf das herkömmliche GSM-iPhone bringen.

Neues Antennen-Design: Empfangsprobleme offenbar behoben

Für Verizon musste Apple die Hardware anpassen, da der amerikanische Netzbetreiber auf den Standard CDMA als Alternative zu GSM setzt. Im Zuge der Integration des anderen Mobilfunk-Chips hat Apple auch das Antennendesign verändert: Die schwarzen Streifen an den Kanten, die die Position der Lücken zwischen WLAN- und Mobilfunk-Antenne markieren, befinden sich nunmehr an anderen Positionen, nämlich ausschließlich an den seitlichen Kanten.

Dadurch mussten der Stumm-Schalter und die Lautstärkeknöpfe ein wenig wandern, was zur Inkompatibilität mit manchen Schutzhüllen führen dürfte. Dafür soll die Empfangsqualität tatsächlich nicht mehr unter Berührungen leiden. Anders als das GSM-iPhone 4 verfügt das Verizon-Modell über keinen SIM-Karten-Slot, da CDMA-Handys keine solche Karte benötigen.

Personal Hotspot: iOS 4.2.5 bringt WLAN-Sharing

Was den Besuchern von Verizons Medien-Event ebenfalls auffiel, ist, dass das Verizon-iPhone 4 mit dem bisher unveröffentlichten iOS 4.2.5 arbeitet. Für das GSM-iPhone gibt es als jüngste Version bisher nur das iOS 4.2.1. Das neue OS dürfte einige Anpassungen an den CDMA-Chip bringen, allerdings gibt es auch ein wichtiges neues Feature: Benutzer können einen “Personal Hotspot”, also einen WLAN-Hotspot erstellen, mit dem sich bis zu fünf Geräte verbinden können. Diese dürfen dann die Mobilfunk-Internet-Verbindung des iPhones mit benutzen. Für ein solches Internet-Tethering verlangt Verizon bei anderen Smartphones wie viele andere Netzbetreiber allerdings eine zusätzliche monatliche Gebühr, der iPhone-4-Preis ist noch nicht bekannt.

Es stellt sich die Frage, ob GSM-iPhone-Benutzer nun auf Verizon-Kunden neidisch werden müssen oder ob Apple das Feature auch für sie zugänglich macht. Technische dürfte das kein Problem sein, wie die Jailbreak-App iPhoneModem zeigt. Und tatsächlich wollen die niederländische Website iPhoneclub.nl sowie die griechische Seite iPhoneHellas erfahren haben, dass Apple das Feature im nächsten Update, dem iOS 4.3, integrieren möchte. Apples bisheriger US-Exklusivpartner AT&T erklärte nur, dass die Verantwortlichen das Feature “überprüfen”, es vorerst aber keine Ankündigung dazu geben werde.

Vorerst kein LTE-iPhone

Auf der gemeinsamen Verizon- und Apple-Pressekonferenz in New York City war auch Apples Chief Operating Officer Tim Cook anwesend und beantwortete unter anderem die Frage, warum es kein LTE-iPhone gebe. Laut Cook erforderten die ersten LTE-Chipsätze Design-Kompromisse, die Apple nicht eingehen wollte. Das könnte andeuten, dass die Hardware Apple vielleicht noch zu groß und leistungshungrig ist – ein noch bestehender Nachteil gegenüber 3G-Hardware. Der UMTS-Nachfolger LTE (Long Term Evolution) soll einerseits die Übertragungsgeschwindigkeiten verbessern, andererseits aber auch Benutzern in ländlichen Gebieten Breitband-Verbindungen bringen.

Weißes iPhone verschwindet – Verizon-iPad taucht auf

Im Zuge der Anpassung der eigenen Website für das Verizon-iPhone 4 hat Apple sämtliche Hinweise auf das weiße iPhone 4 entfernt. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres gab es Spekulationen, dass Apple das weiße Modell gar nicht mehr veröffentlichen, sondern Interessenten bis zur Vorstellung das iPhone 5 hinhalten wollte.

Verizon-Kunden, die das Netz mit einem iPad benutzen wollen, erhalten derweil ein neues Modell des Apple-Tablets. Das iPad 3G mit CDMA-Chip wird erstmals die Verbindung ins Verizon-Netz ohne den Umweg eines Verizon-MiFi-Hotspots erlauben.

Verizon-Preise

Der Preis für das Verizon-iPhone 4 wird denen des AT&T-Modells entsprechen: Das 16-Gigabyte-Modell gibt es für 199,99 Dollar, für 299,99 Dollar gibt es das Gerät mit 32 Gigabyte Kapazität – jeweils bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags mit zweijähriger Laufzeit. Details zu neuen iPhone-4-Tarifen will der Netzbetreiber noch bekannt geben.

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US-iPhone: Verizon-Kunden zahlen 20 Dollar zusätzlich für Tethering

Amerikanische Kunden, die die WLAN-Hotspot-Funktion des Verizon-Wireless-iPhone benutzen wollen, müssen für das Feature deutlich draufzahlen. Der Netzbetreiber verlangt für Internet-Tethering zusätzlich zum regulären Datentarif monatlich 20 US-Dollar. In Deutschland werden die Netzbetreiber das Feature des neuen iOS 4.3 wie herkömmliches Tethering behandeln.

Die Verizon-Managerin Brenda Raney bestätigte auf der diesjährigen Macworld, dass das Internet-Tethering im Netz des Unternehmens 20 Dollar kosten werde. So viel verlangt Verizon auch für den Einsatz auf anderen Smartphones. Die Amerikaner erhalten mit Verizon zum Start außerdem eine 30-Dollar-Datenflatrate, später möchte der neue iPhone-Anbieter aber auf Volumentarife umsteigen.

In Deutschland ist Tethering in den aktuellen Complete-Mobil-Tarifen der Telekom inklusive, Kunden älterer Verträge müssen für die Option zuzahlen. O2 aktiviert Tethering mt dem Internet-Pack L, Vodafone bietet Tethering über die Option InternetPlus Flat.

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iOS-Fragmentierung durch Verizon-iPhone befürchtet

App-Entwickler, egal ob sie Programme für iOS oder Android schreiben, fürchten weniges mehr als eine Fragmentierung “ihrer” Plattform. Diese bedeutet für die Programmierer nämlich hohen Mehraufwand. Verschiedene Systemversionen und Hardware-Konfigurationen erfordern jeweils angepasste App-Versionen. Das kostet Zeit und damit natürlich auch Geld. Das Android-Universum wird oft für seinen fragmentarischen Charakter kritisiert, doch nun befindet sich auch iOS langsam aber sicher auf dem Weg zum Splitter-System.

Nur zu gern wettern Apple Jünger gegen die Kollegen aus dem Android-Lager und werfen ihnen eine der als Totschlag-Argument empfundenen Thesen an den Kopf: Android ist durch die Unterstützung einer immensen Zahl verschiedener Smartphones gelähmt. Aktualisierungen müssen durch die Hersteller erst zeitaufwendig und mühsam an deren jeweilige Bedienoberflächen und Hardware-Spezifikationen angepasst werden.

Sony Ericsson hat sich sogar kurzfristig vollkommen aus dem Update-Zirkus ausgeklinkt. Im Januar gab das Unternehmen bekannt, für die X10-Serie keine offiziellen Aktualisierungen mehr über die Version 2.1 (Froyo) hinaus bereithalten zu wollen. Doch auch andere Mitbewerber lassen sich gern so viel Zeit mit der Adaption der neuesten Software, dass beim Veröffentlichungstermin bereits die nächste Android-Variante ins Haus steht.

So etwas gibt es bei iOS nicht, möchte man meinen. Wo Hard- und Software aus einem Haus stammen, kann von Fragmentierung schließlich keine Rede sein, oder? Stimmt nicht ganz, wie der genaue Beobachter schnell feststellt. Zugegeben, Grafiken wie die der Tweetdeck-Entwickler zur Verbreitung ihrer App im Android-Ökosystem wird es bezüglich des mobilen Betriebssystems aus Cupertino vorerst nicht geben. Dennoch wehen die ersten leisen Lüftchen, die einen Splitter-Orkan in der iOS-Welt befürchten lassen.

Die Zahl der möglichen Kombinationen aus iOS-Geräten und -Betriebssystemen verleitet schon jetzt einige Entwickler, vergleichsweise ältere Modelle und Versionen nicht mehr zu unterstützen. Bislang beschränkte sich diese Exklusivität größtenteils auf die durch unterschiedliche Hardware vorgegebenen Einschränkungen, wie zum Beispiel ein fehlendes GPS-Modul im iPhone und iPod touch älterer Generationen.

Doch jetzt haben die Schöpfer von Mint*, einer Finanz-Software für iOS, mit ihrer jüngsten Aktualisierung die Unterstützung von Geräten mit iOS 3.0 aufgegeben. „Wir entschuldigen uns bei allen betroffenen Anwendern, doch diese Änderung macht es uns leichter, die neuesten iOS-Technologien zu nutzen“, so die Entwickler.

Damit haben sie, ob bewusst oder unbewusst, auf einen Schlag ungefähr 10 Prozent der iPhone-Besitzer aus ihrer Zielgruppe gelöscht. Diese Zahl ergibt sich aus einer Nutzungs-Statistik der populären Anwendung Bump. Laut David Lieb, Gründer und CEO von Bump, verwenden fast 90 Prozent der Benutzerbasis iOS 4.

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der zur gefürchteten Fragmentierung beitragen könnte: Das Verizon-iPhone. Die CDMA-Version des Smartphone verfügt neben einem veränderten Antennen-Design auch über teils neue Innereien. Da wäre zunächst der GSM-Chip, der extra für den „roten Riesen“, wie der Anbieter in den USA auch genannt wird, durch ein CDMA-Modul ersetzt wurde. Hieraus resultiert für manche Apps ein Anpassungsbedarf, da die Programme zum Teil die neue Hardware auf andere Weise ansteuern müssen.

Bemerkbar machte sich dieser Faktor jüngst bei der sprachgesteuerten Navigations-App von TeleNav. Neben dem seit 2009 im (US- App Store verfügbaren AT&T Navigator kommt demnächst auch eine spezielle Version für das iPhone 4 bei Verizon dazu. Wie TeleNav gegenüber ZDNet erläuterte, musste die App an die neue Hardware angepasst werden. Auf die genauen Gründe für die Modifikationen ging man nicht ein, vermutlich handelt es sich jedoch um den neuen CDMA-Chip sowie das GPS-Modul.

In Zukunft wird die Zahl der verschiedenen Bedingungen, auf welche die Software-Schmieden sich einstellen müssen, nicht kleiner werden. Im Gegenteil, die Tendenz wird sich noch verstärken, wenn immer mehr „Alt-Geräte“ nicht mehr von den neueren Software-Aktualisierungen unterstützt werden und die Entwickler es leid sind, eine Vielzahl spezialisierter Versionen zu entwerfen. Wer immer die neuesten Anwendungen installieren möchte, muss dann eben stets die aktuelle Hardware bereit halten. All zu hochnäsig sollten iPhone-Fans also nicht mehr über das Mosaik-OS namens Android lästern.

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Materialkosten für Verizon-iPhone 4 angeblich niedriger als für GSM-Modell

Nach der Vorstellung des Verizon-iPhone 4 hieß es, die Herstellung sei etwas teurer als die des herkömmlichen GSM-Modells. Den Marktforschern von iSuppli zufolge ist allerdings das Gegenteil der Fall: Mit 171,35 US-Dollar lägen die Materialkosten rund 16 Dollar unter denen des GSM-iPhone 4. Ein verändertes Design ermögliche diese Kostensenkung. iSupplis Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen.

Einen wichtigen Einsparungsfaktor sieht iSuppli im neuen Mobilfunkchip. So sei das Modell MDM6600 von Qualcomm nicht nur theoretisch in der Lage, in CDMA- und GSM-Netzen zu arbeiten. Er mache auch den GPS-Chip überflüssig, der bisher von Broadcom stammte: Der neue Chip habe die GPS-Hardware schon mit eingebaut. Auch habe Apple einen neuen WLAN-/Bluetooth-Chip von Murata eingebaut, der den gleichen Funktionsumfang wie das Broadcom-Modell biete, aber deutlich kleiner sei. Das habe Apple ein effizienteres Design ermöglicht.

Die reinen Materialkosten lägen somit bei 171,35 Dollar, für das GSM-iPhone 4 hatte iSuppli 187,51 Dollar errechnet. Die Kosten für die Montage sieht iSuppli bei 7,10 Dollar.

Zu beachten ist allerdings, dass iSuppli nicht die Kosten für Entwicklung, Marketing, Patentlizenzen oder Transport berücksichtigt. Die Kosten für das GSM-iPhone 4 hatten die Marktforscher schon letzten Sommer ermittelt – möglicherweise kosten die Komponenten heute weniger. Auch hatte Apples Finanzchef Peter Oppenheimer seinerzeit Investoren dazu geraten, “diesen Berichten von Dritten nicht viel Glauben zu schenken”.

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US-Marktanteil: Verizon-iPhone lässt Apple wachsen

Die Marktforscher des Unternehmens comScore haben für Februar 2011 die Marktanteile verschiedener Handy-Hersteller und Smartphone-Betriebssysteme in den USA ermittelt. 7,5 Prozent aller Mobiltelefone, die in Amerika im Einsatz sind, sind iPhones. In Sachen Smartphone-OS-Marktanteil liegt Apple mit 25,2 Prozent auf Platz drei hinter Google und Research in Motion (RIM). Wachsen konnte Apple vor allem durch das Verizon-iPhone.

Samsung kann sich über den Platz an der Sonne als derjenige Hersteller mit den meisten verkauften Mobiltelefonen freuen: 24,8 Prozent aller Handys stammten im Februar 2011 von Samsung, der Wert hat sich seit November 2010 (24,5 Prozent) kaum verändert. Auf Platz zwei liegt LG mit konstanten 20,9 Prozent, Motorola musste auf Platz drei eine Einbuße von 17 auf 16,1 Prozent hinnehmen. Auch der BlackBerry-Hersteller RIM verzeichnet einen Rückgang um 0,2 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent, während Apple sich von 6,6 Prozent im November 2010 immerhin um fast einen Prozentpunkt steigern konnte.

In Sachen Smartphone-OS ist Googles Android mittlerweile unangefochtener Marktführer: Mit 33 Prozent, einem Wachstum von 7 Prozentpunkten, liegt das Unternehmen deutlich vor RIM (28,9 Prozent, minus 4,6 Prozentpunkte) und Apple (25,2 Prozent, plus 0,2 Prozentpunkte). Die Konkurrenten Microsoft und Palm liegen abgeschlagen auf den Plätzen vier und fünf mit 7,7 und 2,8 Prozent, im Vergleich zum November 2010 mussten beide einen erneuten Rückgang um jeweils über einem Prozentpunkt hinnehmen.

Apple habe sich zum Jahresbeginn vor allem durch das Verizon-iPhone 4 steigern können: Das vom US-Mobilfunkbetreiber verkaufte CDMA-iPhone brachte das Ende des dreieinhalbjährigen Monopols des Konkurrenten AT&T. Laut comScore war das Verizon-Gerät das meistverkaufte Handy im Februar. Mittlerweile soll bei Verizon aber das HTC Thunderbolt der Verkaufsschlager sein: Zumindest in Verizons eigenen Läden verkauft sich das Android-Smartphone dem BTIG-Research-Analyst Walter Piecyk zufolge besser.

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Apple vs. Samsung: Verizon bezieht Stellung gegen Apple

In dem “Kampf der Giganten”, Smartphone-Hersteller gegen Smartphone-Hersteller, stehen die Mobilfunkanbieter zwischen den Stühlen. Sie haben wenig Einfluss auf die Streitigkeiten und wissen nur: Importverbote sind schlecht für uns, ganz gleich, gegen wen sie ausgesprochen werden. Verizon hat sich jetzt in den Zwist zwischen Apple und Samsung eingeschaltet.

Große Intervention, klein angelegt

Der größte Mobilfunkanbieter der USA (vor AT&T als größtem Festnetz- und Mobil-Dienstleister) hat sich an ein Bezirksgericht in Nord-Kalifornien gewandt um eine einstweilige Verfügung gegen Samsung zu verhindern. Apple hatte vor dem Gericht geklagt, da der koreanische Hersteller mit vier seiner Geräte gegen Cupertinos Patente verstoße. Betroffen sind Infuse 4G, Galaxy S 4G, Droid Charge und das Galaxy Tab 10.1.

Verizon argumentiert mit dem öffentlichen Interesse an einer schnellen Verbreitung des LTE-Standards, der vierten Generation (4G) der mobilen Datenübertragung, berichtet Patentrechts-Spezialist Florian Müller. Allerdings bezieht sich der Anbieter in seinem Schriftsatz nur auf eines der vier von Apple genannten Patente. Dabei handelt es sich um ein Software-Patent, während die anderen drei sich mit dem Design der Geräte beschäftigen.

Verizon als Diener des Volkes

Jedenfalls formal wolle Verizon also keinesfalls den Eindruck erwecken, Samsung in Sachen Geräte-Design unterstützen oder verteidigen zu wollen. Allein im öffentlichen Interesse eines schnellen landesweiten LTE-Ausbaus weise man auf die schwerwiegenden volkswirtschaftlichen Konsequenzen einer einstweiligen Verfügung gegen Samsung hin. Ja, sogar der US-Präsident wird zitiert mit den Worten:

“Mobile Hochgeschwindigkeits-Verbindungen sind die nächste Station, die nächste Abfahrt. So werden wir neue Innovation, neue Investition und neue Arbeitsplätze schaffen.”

Die tatsächlichen Motive des Anbieters liegen jedoch woanders, meint Müller. Mögliche Versprechungen an Google, die Verizon im Gegenzug ihrerseits Gefälligkeiten eingebracht hätten, stecken seiner Ansicht nach hinter diesem Manöver. Dabei sei es noch nicht einmal sonderlich gut durchdacht, denn viele der aufgeführten Argumente lassen sich ohne weiteres entkräften.

Schwache Argumente

Verizon erklärt, dass man Milliarden-Investitionen und die enormen Kosten der LTE-Technologie nur dann tragen könne, wenn auch von Beginn an genügend Geräte auf dem Markt seien. Insbesondere ein Importverbot kurz vor der Feiertags-Saison in den USA würde dazu führen, dass wichtige Einnahmen verloren gingen und die fortschreitende Verbreitung des neuen Mobilfunkstandards gehindert werde.

Das mag zwar auf den ersten Blick einleuchten. Da sich jedoch die Intervention Verizons nur auf das eine Software-Patent bezieht, wäre eine tatsächliche einstweilige Verfügung gegen Samsung einerseits ohnehin nur zeitlich begrenzt und andererseits einfach zu umgehen. Der Hersteller müsste nur diejenigen Funktionen, die möglicherweise gegen Apples Urheberrechte verstoßen, ändern.

Das wiederum ist insoweit unproblematisch, als selbst in Googles originärem Quellcode für Android die fragliche Funktion (es geht übrigens um eine Methode, durch Listen, Karten und ähnliches zu scrollen) so umgesetzt ist, dass sie das Patent nicht verletzt – Samsung müsste also nur seine eigenen Änderungen am Code rückgängig machen. Ein Klacks, das muss auch Verizon klar sein.

Die wahre Motivation: Politik machen

Die logische Schlussfolgerung, so Müller: Eigentlich geht es Verizon eben nicht nur um das Software-Patent, sondern sie wollen insgesamt verhindern, dass gegen Samsung ein Importverbot ausgesprochen wird. Auch in Bezug auf die Design-Patente, die Apple geltend macht. Wären diese Anträge nämlich erfolgreich, müsste Samsung nicht nur ein Software-Update einspielen, sondern gleich das Aussehen der Geräte verändern, was mit deutlichen Umsatzeinbußen – auch für die Mobilfunkanbieter – einherginge.

Um jedoch nicht als Unterstützer des von Apple lautstark als “Kopisten” verschrienen Herstellers zu gelten, verschleiert das Unternehmen sein Anliegen mit diesen, angeblich nur auf die Rechte an der Software-Funktion beschränkten Argumenten.

Wie sich diese Intervention auf die Partnerschaft zwischen Verizon und Apple auswirken wird, bleibt abzuwarten. Cupertinos Anwälte dürften jedenfalls keine Probleme haben, Verizons Schriftsatz in der Luft zu zerreißen. Vielleicht erhofft sich das Unternehmen auch Aufmerksamkeit aus Washington, schließlich sorgt man sich öffentlichkeitswirksam um Arbeitsplätze in der angestrengten US-Volkswirtschaft. Doch ob diese Aufmerksamkeit auf lange Sicht eine fruchtbare Partnerschaft mit dem iPhone-Hersteller ersetzen kann, ist fraglich.

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