CDMA-iPhone kommt auch nach Asien

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Für die Partnerschaft mit dem amerikanischen Netzbetreiber Verizon hat Apple eine CDMA-Version des iPhone 4 entwickelt. Den Alternativ-Standard zu GSM gibt es jedoch nicht nur in den USA. Dementsprechend soll das CDMA-iPhone Komponenten-Herstellern zufolge zumindest auch nach Asien kommen. Dem Apple-Verizon-Deal sollen derweil jahrelange Verhandlungen vorausgegangen sein.

CDMA eröffnet neue Marktchancen

Nach Informationen von DigiTimes plant Apple für das erste Quartal 2011 mit sieben Millionen CDMA-iPhones und hat seine Bestellungen bei asiatischen Herstellern entsprechend angepasst. Foxconn hat die CDMA-iPhone-Produktion, die etwas teurer als die des GSM-Modells ist, bereits im Dezember 2010 aufgenommen. Diese iPhones sind nur für den amerikanischen Markt bestimmt. Dort soll sich dank der 93 Millionen bestehenden Verizon-Kunden die Zahl der iPhones verdoppeln. Der Hersteller Pegatron kümmert sich wiederum seit diesem Monat um CDMA-iPhones für den asiatischen Markt.

Weltweit gibt es 550 Millionen CDMA-Benutzer – außerhalb Europas sogar in den meisten Ländern der Erde. Auch in Europa gibt es zumindest einige CDMA-Netze: Beispielsweise in Portugal, Irland, Island, Dänemark, Norwegen, Schweden, Tschechien, Polen, dem Baltikum und Russland. Die Chancen, die sich Apple durch den CDMA-Chip eröffnen, sind daher nicht zu unterschätzen – wenn auch die Zahl der GSM-Kunden mit drei Milliarden deutlich höher ist.

Lange Verhandlungen vor Verizon-Deal

Nach Informationen von BusinessWeek war der Weg zum Verizon-iPhone ziemlich steinig. Die Verantwortlichen sollen über Jahre über Branding und Umsatz-Verteilung verhandelt haben, erst letztes Jahr seien sich Verizons Präsident Lowell McAdam und Apples Chief Operating Officer Tim Cook einig geworden. Letztendlich musste Verizon etwas mehr Kontrolle als gewohnt abgeben, erhielt dafür aber eines der beliebtesten Smartphones. Apple kann sich wiederum über eine Partnerschaft mit dem größten US-Netzbetreiber freuen.

Um Empfangsprobleme wie mit dem AT&T-iPhone zu vermeiden, hat Verizon rund um Apples Campus in Cupertino Handy-Masten errichtet. So konnten die Apple-Ingenieure Prototypen des CDMA-iPhones zusammen mit dem Verizon-Ingenieur David McCarley ausführlich testen. Auch haben die Unternehmen McAdam zufolge Informationen über Zukunftspläne ausgetauscht.

Mit AT&T hatte sich Apple ursprünglich auf einen Deal geeinigt, infolge dessen die Unternehmen sich die durch iPhone-Verbindungen generierten Umsätze teilten. Auf ein solches Modell wollte sich Verizon nicht einlassen. Später stiegen dann aber auch Apple und AT&T auf das üblichere Modell um, dass sich AT&T die Geräte selbst von Apple kaufte und subventioniert mit Mobilfunkverträgen an die Kunden weitergab. Verizon soll zu Beginn auch gefordert haben, das eigene Logo auf den iPhones anzubringen. Letztendlich habe sich Verizon aber mit dem Gerät ohne Branding zufrieden gegeben – auf dem iPhone prangerten ja ohnehin nicht viele Logos.

T-Mobile USA reagiert mit Werbespot

Die amerikanische Telekom Tochter T-Mobile USA bleibt derweil außen vor: Zwar gibt es in Amerika kein iPhone-Monopol mehr, dennoch müssen sich Interessenten nun für Verizon oder AT&T entscheiden. T-Mobile hält dem entgegen, dass diese beiden Konkurrenten dafür kein 4G-Netz anbieten.

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