Kleine Test-Revue zum CDMA-iPhone

Flavio Trillo
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Ab heute können Verizon-Kunden das iPhone 4 bei dem US-amerikanischen Mobilfunk-Anbieter vorbestellen. Apple überließ die CDMA-Version des Geräts vorab einigen Medienvertretern und diese sind nun von ihrer Schweigepflicht entbunden worden. Engadget, Walter Mossberg, TechCrunch und andere zeigen, welche relevanten Unterschiede es zwischen den beiden Modellen zu vermerken gibt.

Die äußerlichen Differenzen wurden bereits im Vorfeld erläutert und so konzentrieren sich die Tester auf die Leistungsunterschiede. Dabei stellt sich in allen Berichten heraus, dass die gesteigerte Zuverlässigkeit des iPhone 4 bei längeren Telefonaten das wohl wichtigste Novum für US-Anwender ist. Weniger abgebrochene Gespräche und vor allem eine bessere Netzabdeckung machen das Verizon-iPhone zu einem verlockenden Produkt für Neukunden und AT&T-Wechsler zugleich.

Allerdings gebe es auch Abstriche zu machen. Diese liegen einerseits im Verhalten des Geräts bei gleichzeitigem Sprach- und Datenverkehr. Solange sich der Nutzer im 3G-Netz bewegt, kann er während eines Gesprächs keine Datenverbindung aufbauen. Umgekehrt erhält ein Anruf während des Surfens Priorität. Anders ist es jedoch im 2G-Netz, dort werden Telefonanrufe auf den Anrufbeantworter geleitet, wenn man gleichzeitig mobil im Internet unterwegs ist.

Zum anderen liegen die Transferraten für Datenströme via 3G deutlich unter den Werte beim GSM-iPhone. Engadget testete die Geschwindigkeit der beiden Geräte mithilfe von speedtest.net und stellte beim Download eine durchschnittliche Differenz zu Lasten der Verizon-Variante von etwa 1,7 Megabit pro Sekunde fest. Hochgeladene Daten wurden ungefähr 0,6 Megabit pro Sekunde langsamer übertragen. Gleichzeitig seien die Daten jedoch konstanter übertragen worden als bei AT&T, was den geringfügigen Geschwindigkeitsrückstand insgesamt nicht so schwer ins Gewicht fallen lasse.

Wer also großen Wert auf hohe Down- und Upload-Raten legt, sei mit AT&T besser bedient. Auch für reiselustige sei die Verizon-Alternative bisweilen unangenehm, da das Unternehmen in nur 40 Ländern Roaming anbietet. Im Falle des Besuchs eines weißen Flecks auf der Verizon-Weltkarte kann aber ein GSM-Gerät kostenfrei ausgeliehen werden. Bezüglich die Hotspot-Funktion ist anzumerken, dass Transfervolumen hierfür hinzugekauft werden muss und bei Verizon auch hier Telefonanrufe vorrangig behandelt werden. Das Surfen am Rechner via W-Lan-Verbindung mit dem iPhone wird also unterbrochen, solange das Gespräch läuft.

Insgesamt ist das Fazit eindeutig. AT&T wird sich dank einer großen Zahl frustrierter Anwender, denen ständig unterbrochene Telefonate inzwischen gehörig auf die Nerven gehen, auf einige gefasst machen müssen. Gleichzeitig wird den Konsumenten geraten, die Tarife der jeweiligen Anbieter genau zu vergleichen, da sich je nach Nutzungsprofil durchaus relevante Unterschiede ergeben können.


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