Yahoo ist am Ende: Die Chefin geht und ein neuer Name kommt

Stefan Bubeck
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Marissa Mayer dankt ab und der Niedergang des einst großen Namen Yahoo ist eingeleitet: Das komplette Webgeschäft soll an Verizon verkauft werden und was übrig bleibt, wird in „Altaba“ umbenannt. Dieser unscheinbare Rest hat es allerdings in sich.

Yahoo ist am Ende: Die Chefin geht und ein neuer Name kommt

Die letzten Schlagzeilen rund um das einstige Internet-Wunderkind Yahoo waren katastrophale Nachrichten. Kostprobe: „Yahoo: Daten von einer Milliarde Benutzerkonten geklaut.“ Nun geht die Ära zu Ende, das 1995 gegründete Unternehmen löst sich in seine Bestandteile auf.

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Der 4,8-Milliarden-Dollar-Deal mit dem Telekommunikationskonzern Verizon steht offenbar kurz vor dem Abschluss. Übernommen wird voraussichtlich das gesamte Internetgeschäft von Yahoo, also beispielsweise Mail Messenger, Nachrichten und Dienste wie Flickr oder Tumblr. In einer Börsenpflichtmeldung nennt Yahoo nun interessante Details: Übrig bleibt eine reine Investmentcompany, die Anteile an Firmen hält, an denen sich Yahoo in seiner Geschichte beteiligt hat. Dieses Überbleibsel bekommt einen neuen Namen: „Altaba Inc.“

Na, wenn das nicht stark nach „Alibaba“ klingt? Scheinbar ist die Neuschöpfung daran angelehnt worden. Der wahrscheinliche Grund: Yahoo hält rund 15 Prozent am chinesischen Internetriesen. Klingt zunächst unbedeutend – aber dabei handelt es sich um den eigentlich interessantesten Bereich, den Yahoo zu bieten hat: Der Wert der Anteile an Alibaba liegt nämlich bei rund 35 Milliarden US-Dollar. Das Internetgeschäft, über das gerade mit Verizon verhandelt wird, ist dagegen eine kleine Nummer. „Altaba“ wird sozusagen der Behälter für die verbliebenen Werte, darin befindet sich neben dem Alibaba-Paket auch der Anteil an „Yahoo Japan“ – einem eigenständigen und gesunden Unternehmen, dass nicht mit dem Yahoo zu vergleichen ist, das wir hierzulande oder in den USA vorfinden.

Im Zuge der Ereignisse wird wohl auch CEO Marissa Mayer gehen, die 2012 als Hoffnungsträger von Google kam und Yahoo retten sollte. Die Sanierung misslang, der strauchelnde Riese Yahoo wird dieses Jahr endgültig niedergehen und zu Grabe getragen – außer jemand bei Verizon hat ein Wundermittel parat, das Tote wiederbelebt.

Quellen: Yahoo, Washington Post

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