Jimmy Iovine: „Freemium-Musik bringt Kundschaft auf Rücken der Musiker“

Florian Matthey
11

Anders als bei Spotify und Co. gibt es bei Apple Music kein dauerhaft kostenloses Angebot. Apples Musik-Manager Jimmy Iovine hält dies für die richtige Entscheidung: Freemium-Modelle schadeten den Künstlern.

Jimmy Iovine: „Freemium-Musik bringt Kundschaft auf Rücken der Musiker“

„Jimmy Iovine möchte, dass Apple die Welt vor kostenloser Musik rettet“, so der Titel des Artikels bei The Verge, der Iovines Probleme mit Freemium-Musik-Angeboten zitiert. Die Musikindustrie, so Iovine im Rahmen des Vanity Fair New Establishment Summit, sei in keinem guten Zustand, und gerade die Institution des Albums leide darunter. „Gratis ist ein echtes Problem. Dieses ganze Ding rund um Freemium; vielleicht hat man das mal gebraucht. Jetzt ist das aber ein Hütchenspiel“, so der Musik-Manager, der im Rahmen der Übernahme von Beats Electronics und Beats Music zu Apple kam.

Über Spotify und Co., die anders als Apple Music Streaming auch kostenlos und werbefinanziert anbieten, sagt Iovine: „Diese Firmen bauen eine Kundschaft auf dem Rücken der Künstler auf.“ Kostenlose Musik habe dazu geführt, dass zahlreiche Künstler sich mehr und mehr auf die Einnahmen durch Konzerte verlassen müssen, während sie mit Musik-Verkäufen nichts mehr verdienten. Eine Lösung dafür zu finden sei ein Grund gewesen, warum er zu Apple gegangen sei. Auch Apple könne hunderte Millionen Benutzer bekommen, wenn Apple Music auch kostenlos erhältlich wäre. So, wie es jetzt ist, könnte es aber stark genug sein, um zu funktionieren.

Wie gut Apple Music bisher „funktioniert“, ist nicht bekannt – Apple hat (noch?) nicht verraten, wie viele Benutzer dem Dienst auch nach Ablauf der dreimonatigen kostenlosen Probephase treu geblieben sind. Iovine sagt dazu nur so viel: „Ich wäre nicht hier, wenn es nicht gut laufen würde.“

Weitere Themen: Apple Music Festival