Faszinierende Zukunft: Augmented Reality in Bing Maps

Tizian Nemeth
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</a Microsoft wandelt auch mit seiner Bing Maps-Anwendung auf den Spuren von Google dabei planen die Redmonder allerdings noch weiter und stellen die Kartennavigation auf eine Augmented Reality-Basis. Zwar ist das bislang noch Zukunftsmusik, allerdings gewährt Microsoft bereits einen ersten Blick auf die kommende Technik.

Bei einer Präsentation auf der diesjährigen TED – der Konferenz für Technology, Entertainment und Design – zeigt Blaise Aguera y Arcas, der Bing Maps-Entwickler, wie die Bing Maps-Welt noch größer und realistischer werden soll. Photosynth ist dabei nur eine der vielen Funktionen in BingMaps. Dahinter verbirgt sich eine Technik, mit der Bing aus vielen Fotos eine Rundumansicht von Plätzen, Straßen und Innenansichten von Gebäuden zusammensetzt – in Echtzeit. Bing Maps basiert auf Silverlight; um alle Funktionen nutzen zu können, muss man zunächst das entsprechende Plug-in installieren.

Aber auch Video-Aufnahmen wollen die Entwickler in ihre Maps-Anwendung einzubauen. Dann könnten Anwender beispielsweise am Kölner Dom einen virtuellen Rundgang unternehmen, die Videos würden ihnen einen flüssigen Rundumblick ermöglichen und ihnen sogar die Straßengeräusche passend zum Spaziergang bieten.

Live-Cams könnten zudem aktuelle Verkehrsinfos liefern, mit einem Blick auf Bing Maps wüsste der Autofahrer, ob auf seiner Strecke an einer Kreuzung gerade ein Stau ist. Oder man könnte bereits auf Bing nachsehen, ob beim Burgerladen um die Ecke eine lange Schlange steht.

Mit Foto-Panoramen, die man zum Beispiel innerhalb von Läden, Wohnungen und Verkehrsmitteln aufnimmt, ergänzt Bing bereits die Ansichten in seiner Maps-Anwendung. Aber auch auf der Straße, an Plätzen und vor Gebäuden kann man diese Panoramen aufnehmen und sie Bing zur Verfügung stellen.

Die Fotos können Anwender aufnehmen und sie auf einen eigenen Photosynth-Account hochladen. Mittlerweile gibt es 18.000 dieser sogenannten Photosynths – Orte, die aus allen Blickwinkeln abgelichtet sind. Insgesamt zeigen fast 1,7 Millionen Bilder diese Orte aus allen denkbaren Lagen.
Das Brandenburger Tor und den Pariser Platz in Berlin beispielsweise hat ein Benutzer auf 235 Photos verewigt und gut zwei Drittel davon verwendet Bing für einen Rundumblick.

Um selbstgeschossene Bilder ins Netz laden zu können, benötigt man einen Photosynth-Account und eine Windows Live-ID. Zusätzlich muss man sich noch die Anwendung “Synther” installieren, die derzeit allerdings nur für das Windows-Betriebssystem zur Verfügung steht. Mac-Anwender können das Tool aber zumindest unter BootCamp oder auch in einer virtuellen Maschine unter Parallels und VMWare verwenden.

In einem Video zeigt Microsoft, wie man die Bilder rund um ein bestimmtes Objekt aufnimmt oder sich fotografierend durch einen Raum bewegt. Ergänzen kann man die Ansichten mit Detailfotografien. Dafür zoomt man an das gewünschte Objekt nah heran und nimmt so einzelne Details genauer auf. Bing setzt die Bilder dann im Livestream zu einem Rundumblick zusammen.

Erweiterungen wie Photosynth findet man in der Map-Apps-Gallerie von Bing. Dort kommen immer wieder neue Anwendungen hinzu, aktuell gibt es 17. Unter anderem kann man mit der entsprechenden App auch weltweit Graffitis ansehen, Verkehrsinfos einholen und nach Sehenswürdigkeiten Ausschau halten. Sogar Aufnahmen aus Haiti, die zum einen vor dem Erdbeben und zum anderen nach diesem aufgenommen wurden, kann man auf BingMaps ansehen. Auf diese Weise bekommt das Weltgeschehen ein neues Gesicht.

Eine weitere Bing-Ergänzung ensteht in Zusammenarbeit mit dem WorldWide Telescope-Projekt: Dank dieser erhält Bing in der StreetSide-Ansicht auch einen Himmel. Wenn der Anwender die Sicht nach oben richtet, blickt er unverwandt in die Sterne. Zusätzlich kann man auch noch Sternbilder anzeigen lassen. Möchte man bestimmte Sternenkonstellationen sehen, stellt man die entsprechende Uhrzeit ein.

Eine wichtige Voraussetzung für einen ungestörten Rundgang ist eine schnelle Internetverbindung.

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Weitere Themen: bing, augmented reality

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