Abgelehnt: Apple weist Apps mit Dropbox-Unterstützung zurück

Holger Eilhard
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Dropbox ist eine beliebte Anwendung, die auch in immer mehr iOS-Apps direkt integriert ist. Apples Mitarbeiter, die für die Bearbeitung der eingesandten Apps zuständig sind, lehnen derartige Anwendungen seit kurzem ab. Grund: Nutzer dieser Apps haben die Möglichkeit, neue, möglicherweise kostenpflichtige Dropbox-Konten anzulegen.

Abgelehnt: Apple weist Apps mit Dropbox-Unterstützung zurück

Das Problem wurde Publik, nachdem ein Entwickler in den Dropbox-Foren von seiner Kommunikation mit Apple berichtete. Während der Nutzung von Apps, die Dropbox unterstützen, werden Anwender auf die Webseite von Dropbox weitergeleitet, um so die Verknüpfung mit ihrem Konto herzustellen.

Diese Weiterleitung an sich ist kein Problem. Das Problem ist, dass auf dieser Website die Möglichkeit besteht, ein neues Dropbox-Konto anzulegen, für das der Nutzer auch bezahlen kann. Dies ist laut Apple nicht erlaubt. Konkret geht es um Punkt 11.13 der Richtlinien für iOS-Apps, in dem steht:

11.13 Apps that link to external mechanisms for purchases or subscriptions to be used in the app, such as a “buy“ button that goes to a web site to purchase a digital book, will be rejected

Für Apps, die über den Mac App Store vertrieben werden sollen, existiert dieselbe Regelung in Punkt 7.15.

Wie man den Berichten im Dropbox-Forum entnehmen kann, werden diese Ablehnungen von Apples Mitarbeitern entsprechend begründet:

11.13

We found that your app provides access to external mechanisms for purchases or subscriptions to be used in the app, which is not in compliance with the App Store Review Guidelines.

Specifically, your app enables to user to create accounts with Dropbox and Google.

Zusätzlich hat der betroffene Entwickler seine Kommunikation mit Apple veröffentlicht. Hier ein Ausschnitt, der Apples Ablehnung weiter verdeutlicht:

Die Dropbox-Mitarbeiter haben nun schnell darauf reagiert und eine neue Version ihres SDK veröffentlicht, welches die verwerflichen Links nicht mehr beinhaltet. Des Weiteren arbeitet Dropbox aktiv mit Apple an einer besseren Lösung des Problems. Details dazu will man in der kommenden Woche mitteilen.

Warum Apple erst jetzt die bereits länger existierende Richtlinie durchsetzt, bleibt bisweilen offen. Es wird vermutet, dass den Apple-Testern der Verstoß erst jetzt aufgefallen ist und Dropbox bis heute einfach nur Glück hatte.

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