ZumoDrive App: Mit dem iPhone in die Wolke

Rico-Thore Kauert
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Nach Apples MobileMe und der Dropbox schickt sich nun auch die Firma Zecter an, Daten aus der Cloud auf dem iPhone iPod touch und iPad bereit zu stellen. Mit der ZumoDrive-App hat der Anwender auch unterwegs Zugriff auf seine Dokumente, Songs und Bilder.

Die ZumoDrive App* ist keine eigenständige Cloud-Applikation sondern funktioniert nur zusammen mit dem Programm ZumoDrive, welches sowohl für PC als auch für Mac kostenlos heruntergeladen werden kann. Dort erhält man zwei Gigabyte kostenlosen Online-Speicherplatz für Dokumente und Mediendateien. Den Speicherplatz kann der Anwender auf Wunsch gegen Aufpreis auf bis zu 500 Gigabyte erweitern.

ZumoDrive verhält sich im Grunde wie ein Laufwerk. Was immer auch auf allen Geräten verfügbar sein soll, wird einfach auf das virtuelle Laufwerk geschoben. Nun sind die Daten auf allen Geräten über die App zugänglich. Die Daten werden nach Herstellerangaben verschlüsselt und auf mehreren Servern abgelegt, so dass ein Verlust ausgeschlossen werden kann.

Ähnliche Dienste

Der Dienst ähnelt dem Cloud Computer Service Dropbox, wobei es einige Unterschiede zwischen beiden Programmen gibt. Bei Dropbox wird ein extra Ordner angelegt und Dateien werden in jedem Fall synchronisiert. Dadurch liegen sie immer lokal auch auf der Festplatte vor. ZumoDrive arbeitet hier differenzierter. Man kann zum Beispiel festlegen, dass Musik ausschließlich online verfügbar sein soll, die Inhalte werden dann bei Bedarf gestreamt. Dies hat den Vorteil dass gerade auf Geräten mit wenig Speicher (iPhone, Netbook)  das gesamte Film- und Musikarchiv verfügbar sein kann.

Der Vorteil von ZumoDrive liegt in der direkten Einbindung in das Dateisystem. Statt wie bei Dropbox einen extra Ordner anzulegen, kann man bei ZumoDrive auch lokale Ordner mit dem online Speicher verlinken. Somit werden Veränderungen in lokalen und verlinkten Ordnern immer automatisch in der aktualisierten Version in die Cloud hochgeladen.

Für Mac-User könnte in diesem Zusammenhang auch der Apple Dienst MobileMe interessant sein, wobei der Ansatz hier ein gänzlich anderer ist. Während Dropbox und ZumoDrive hauptsächlich dazu gedacht sind, Dateien auf allen Systemen stets aktuell zu halten, geht es bei MobileMe vorrangig um die Synchronisation von Apple-Anwendungen wie Kalendern, Kontakten, Notizen, Schlüsselbund-Einträgen oder Lesezeichen.

Auch preislich unterscheiden sich alle drei Dienste stark. Dropbox und ZumoDrive kommen mit Gratis-Speicherplatz daher, während MobileMe nach der Testzeit mit 79 Euro im Jahr zu Buche schlägt. Die Aufpreise bei den anderen beiden Services sind dagegen gleich, 100 Gigabyte kosten beiZumoDrive und Dropbox jeweils 19,99 US-Dollar.

Details zu ZumoDrive hat der Hersteller in einer Online-Tour zusammengestellt, die App selbst kann kostenlos über iTunes bezogen werden.

Erweiterung ZumoCast

Als Erweiterung zu ZumoDrive bietet das Unternehmen zudem die App ZumoCast, die explizit zum Streamen multimedialer Inhalte gedacht ist. Ob Song oder Video, mit ZumoCast spielt man diese Medien so einfach ab, als wären sie auf dem jeweiligen mobilen Gerät direkt gespeichert. Die App unterstützt viele Formate, wie zum Beispiel AVI, MP4, Flash oder  QuickTime und kümmert sich automatisch um die Konvertierung.

Auch ZumoCast gibt es kostenlos bei iTunes.

Demovideo zu ZumoCast

(Bild: Zecter / iTunes

Weitere Themen: iPhone, Dropbox

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