Facebook: Neue Emojis mit Hauttönen und komplett andere Smileys

Tuan Le
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Die Welt mit kleinen Schritten zu einem besseren Ort machen: Dieser Mission hat sich das Unternehmen Facebook bekanntlich verschrieben und hat sich jetzt nach den neuen Emojis bei WhatsApp den Messenger vorgenommen. Künftig gibt es hier nicht nur Gesichter (und Hände) in verschiedenen Hauttönen, sondern vor allem auch Symbole, die mit typischen Geschlechterklischees brechen sollen.

Facebook: Neue Emojis mit Hauttönen und komplett andere Smileys

Als Verursacher für die Korrektur der Emojis ist wohl tatsächlich Apple zu benennen: Nachdem unter iOS vor einem Jahr Hauttöne für verschiedene Emojis eingeführt wurden, zogen Unternehmen wie Google und Facebook nach – letztere zuerst mit WhatsApp, bei dem schon seit einiger Zeit Emojis nicht mehr nur Gelb, sondern in den verschiedensten Hauttönungen vorzufinden sind, jetzt auch beim Messenger. Ab sofort wird stufenweise ein Update für die App unter iOS und Android verteilt, in dem sich die neuen Teints für die Emojis wiederfinden.

Streitwürdig: Sind eingefärbte Emojis nicht noch rassistischer?

Nun tun sich einige Menschen etwas schwer mit der Verwendung der verschiedenen Hauttöne für die Emojis. Während die knallig gelbe Farbe recht unverfänglich war (es sei denn, man achtete auf die Gefühle von LEGO-Menschen) gab es nach der Einführung der neuen Emojis hier und da Kritik, da sich Nutzer unter Umständen dazu genötigt fühlen, den „korrekten“ Hautton entsprechend ihrer Abstammung zu verwenden.

Facebook betont dabei, dass es nicht nur darum ginge, mit den Hauttönen die Diversität der Nutzerschaft auszudrücken, sondern auch darum, dass sich so jeder so ausdrücken kann, wie er sich am ehesten wohlfühlt. Man muss also nicht unbedingt das zu einem passende Emoji verwenden; es lässt sich aber nach dem Update in den Einstellungen festlegen, welchen Hautton man standardmäßig bei den Emojis einsetzen möchte. Außerdem wolle man eine einheitliche Nutzererfahrung unter iOS und Android gewährleisten.

Neue Emojis mit Frauen als Polizistinnen, Ärztinnen und mehr

girlpowa

Zuletzt war auch der Sexismus unter Emojis ein großes Thema: Frauen würden sehr klischeehaft dargestellt und bestimmte Berufsgruppen gar ausgeklammert werden. Auch damit macht Facebook künftig Schluss: Mit Emojis für Polizistinnen, Ärztinnen, Feuerwehrfrauen, Sportlerinnen und mehr soll es im Messenger jetzt mehr Girl Power geben.

Messenger
Entwickler: Facebook
Preis: Free

Ebenfalls neu: Das komplette Smiley-Design

emojis

Facebook vereinheitlicht die Optik der Emojis und hat daher auch die alten Smileys angepasst. Die neuen Smileys sind deutlich knalliger und in einer – sagen wir mal, gewöhnungsbedürftigen Optik gehalten.

Die Version mit den neuen Emojis soll ab sofort verteilt werden, es kann jedoch je nach Region noch dauern, bis sie tatsächlich bei den Nutzern ankommt.

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