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Saarbrücker Informatiker entwickeln Verfallsdatum für digitale Daten

Tizian Nemeth
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Fotos von der letzten Fete, Informationen über Vorlieben und politische Ausrichtungen – viele Informationen bleiben auch nach dem Löschen im weiten Raum des Internets erhalten und zugänglich. Mit einem Verfallsdatum für Daten wollen Saarbrücker Informatiker nun dafür sorgen, das Informationen künftig dauerhaft aus dem Netz verschwinden.

Anwender sollen mit dem neuen System Dateien und Bilder vor der Veröffentlichung mit einem Verfallsdatum versehen können, berichtet die Universität Saarland in einer Pressemitteilung. Erreichen die Dateien ihr Verfallsdatum, können diese Dateien und eventuell verstreute Kopien nicht mehr verwendet werden.

Die Informatiker haben für das System Verschlüsselungstechniken und so genannte Captchas kombiniert. Captchas verwendet man üblicherweise, um zu klären, ob der Kommunikationspartner ein Mensch oder ein Computer ist. Bekannt sind die verwaschenen Buchstabenkombinationen, mit denen man sich beispielsweise bei einer Anmeldung auf einer Internetseite als Mensch identifiziert.

Als Kern des Systems bezeichnet Michael Backes, Professor für Informationssicherheit an der Universität des Saarlandes, die Verschlüsselung der Daten. Damit man die Informationen lesen kann, benötigt man einen Schlüssel. Dieser soll auf mehreren Servern vertrauenswürdiger Organisationen hinterlegt werden. Der Anwender muss für die Verwendung dieses Systems ein Add-on im Browser installieren.

Bild: juan23for, “Clip Files”. Some rights reserved. Flickr.

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