Googles Andy Rubin schreibt Klartext: Android bleibt Open Source

Amir Tamannai
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Andy Rubin, seines Zeichens Android-Chefentwickler, hat sich im Android Developers Blog klar und deutlich zur Strategie von Google bezüglich der Offenheit des mobilen Betriebssystems geäußert. Damit reagierte er auf jüngste Vorwürfe und Mutmaßungen, nach denen Google die Open Source-Idee hinter Android zugunsten einer Anti-Fragmentierungsstrategie aufgeben könnte. Anlass für die Theorien, waren Gerüchte darüber, dass Google den Source Code zu Android 3.0 Honeycomb zurück hielte und Hardware-Herstellern die Anpassung der OS-Oberfläche untersagen wolle.

Googles Andy Rubin schreibt Klartext: Android bleibt Open Source

Nun ist Schluss mit diesen Mutmaßungen und Spekulationen, die Google unterstellen, Android bald ebenso restriktiv zu behandeln, wie eine gewisse Sekte aus Cupertino das mit ihrem Betriebssystem tut. Android bleibt Open Source! Und dennoch wird Google alles daran setzten, die Fragmentierung des Mobile OS so gut wie möglich einzudämmen. Das hat Andy Rubin in einem aktuellen Posting im Android Developers Blog erklärt.

In jüngster Zeit hätte es eine Menge Fehlinformationen darüber gegeben, wie Google zukünftig mit Android verfahren würde, schreibt Rubin. Tatsache sei, dass die Android-Community seit 2008 rasant gewachsen sei und das Unternehmen nach wie vor der Entwicklung und Pflege dieser offenen Plattform für mobile Geräte (und mehr) verschrieben sei.

Dennoch glaube man nicht an eine “Eines-für-alles”-Lösung (“one size fits all”). Denn die Android-Plattform hat schon jetzt die Entwicklung hunderter verschiedener Gerätetypen mitbewirkt, von denen viele beim Start des OS gar nicht angedacht waren. Rubin zeigt sich positiv überrascht davon, wie sehr Quantität und Qualität im Falle von Android Hand in Hand gehen.

Grundsätzlich stünde es Entwicklern und Herstellern nach wie vor frei, das Android-OS auf ihren Geräte nach ihre Vorstellung und ausgerichtet auf bestimmte Funktionalitäten anzupassen. Wenn aber ein Hersteller gleichzeitig ein Gerät als Android-kompatibel vermarkten oder Google-Apps integrieren möchte, so müsse das Gerät eben bestimmten Richtlinien entsprechen — denn niemand könne erwarten, dass Google-Anwendungen unter inkompatiblen Umgebungen laufen. In diesem Sinne bestehe das Anti-Fragmentierungs-Programm, das bereits seit Android 1.0 existiert, weiter und habe nach wie vor höchste Priorität.

Der Open-Source-Ansatz von Android bleibe davon aber unberührt, betont Rubin: Es gäbe keine Sperren oder Restriktionen bezüglich der Anpassung der Oberfläche von Android und es gab nie Bemühungen, das OS auf irgendeiner Plattform zu standardisieren.

Rubin verspricht, dass man das den Quellcode der einzelnen Android-Versionen wie gehabt dann freigebe, wenn er fertig sei. Momentan sei das Android-Entwicklerteam damit beschäftigt, all die neuen Features von Honeycomb auf Smartphones zu portieren (Anm. des Verf.: Yeeaaaiii!!) — sobald diese Arbeiten abgeschlossen seien, würde der Quellcode veröffentlicht werden. Die aktuelle Verzögerung stelle also in keinster Weise einen Strategiewechsel des Unternehmens dar. Man sei weiterhin fest darauf ausgerichtet, Android als Open Source Plattform für alle möglichen Geräte zur Verfügung zu stellen.

Soweit also Andy Rubin. Damit wäre Kritikern und Zweiflern zunächst geantwortet — abzuwarten bleibt natürlich, inwieweit sich die wohlwollenden Worte von Andy Rubin auch bewahrheiten. Ich persönlich bin grundsätzlich optimistisch und neige dazu, ihm das Geschriebene abzunehmen. Eure Gedanken und Reaktionen könnt ihr gerne in die Kommentare posten — ich bin gespannt.

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