Project HiJack: iPhone-Sensoren am Kopfhörerausgang

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Hersteller von Zubehörteilen, die mit dem Dock-Anschluss eines iOS-Geräts verbunden werden, zahlen viel Geld für die Zertifizierung “Made for iPhone/iPad”. Dass es auch günstiger geht, zeigen Studenten der Universität Michigan. Mit dem “Project HiJack” entwickelten sie ein kleines Gerät, das genug Strom aus dem Kopfhörer-Anschluss des iPhone bezieht um damit kleinere Sensoren zu betreiben.

Zusammen mit einer kleinen App wird ein 22-kHz-Ton in 7,4 Milliwatt Leistung umgewandelt. Dies genügt, um diverse Sensoren und Steuerungselektronik mit Strom zu versorgen. Allerdings sind die Forscher nicht die ersten, die den kombinierten Kopfhörer- und Mikrofon-Anschluss des iPhone in dieser Weise verwenden.

Schon Twitter Mitbegründer Jack Dorsey profitiert mit seinem Kreditkarten-Lesegerät Square von der Ausgangsleistung an der Oberseite des Apple-Smartphones. Auch diverse FM-Transmitter für die Musikwiedergabe am Autoradio setzen auf die Klinkenbuchse. Das besondere am Projekt HiJack ist die universelle Anschlussmöglichkeit für Elektronik-Komponenten verschiedenster Art. So könnten kostengünstige Helferlein für Universitäts-Labors gebaut werden. Die Herstellungskosten des HiJack belaufen sich den Wissenschaftlern zufolge auf gerade einmal 2,34 US-Dollar bei einem Produktions-Volumen von 10.000 Stück.

Auf der Google-Code-Projektseite kann der Quellcode für die Kommunikation mit dem Kopfhörer-Anschluss heruntergeladen werden. Außerdem loben die Entwickler 20 fertige HiJacks aus für Ideen, was man damit anstellen könnte. Einzige Bedingung: Sämtlicher Code muss quelloffen zur Verfügung gestellt werden und das Team darf ihn auf der Projekt-Seite präsentieren.

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