Die ganze Welt in der Hosentasche

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Eine der schönsten Möglichkeiten von iPhone und iPod touch ist die Möglichkeit, den eigenen Standort zu bestimmen. Das funktioniert auch auf Geräten, die nicht wie das iPhone 3G GPS mit an Bord haben, eine Internet-Verbindung ist aber Pflicht. Die kostenlose App WikiMe verrät einem mehr über die Umgebung, in der man sich befindet, und zeigt Wikipedia-Artikel an.

Von der Bibliothek zum Welt-Fotoalbum: Earthscape hat sich über die Zeit gemausert und vereint Google Earth, Foto- und Weltcommunity.

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WikiMe

Wenn es WikiMe nicht schon gäbe, man müsste es erfinden: Die Applikation findet ortsabhängig Einträge in der Online-Enzyklopädie Wikipedia und sortiert sie übersichtlich der Entfernung nach. Als Ausgangspunkt schlägt das Programm den augenblicklichen Standort vor. Alternativ kannst Du aber auch eine beliebige Postleitzahl eingeben.

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In den Einstellungen findet man noch mehr Möglichkeiten, Du kannst zum Beispiel den Radius festlegen, in dem WikiMe Einträge finden soll. Bis zu 25 Kilometer weit kann dann die Entfernung zum Ziel sein. Zum Schluss kannst Du noch auswählen, in welcher Wikipedia-Ausgabe die Applikation nachschlagen soll. Das Ergebnis der Suche listet WikiMe mit einer kurzen Inhalts-Beschreibung und kleinem Foto auf, mit einem Fingerdruck zeigt dir das Programm die Wikipedia-Seite zum Ort an.

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Dort findest Du auch die Optionen, mit denen man sich zum Beispiel zusätzlich Fotos in der Umgebung aus der Wikipedia anzeigen lassen kann und den Ort auf dem Stadtplan. WikiMe kostet 79 Cent.

Eartscape

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Eartscape hat eine bewegte Geschichte auf dem iPhone hinter sich. Zuerst stellte das Programm eine reine Google Earth Kopie dar, der Preis schwankte zwischen 7,99 Euro und 0 Euro – inzwischen hat sich die App bei 79 Cent eingependelt, aber auch Google Earth hat den Weg auf Apples Touch-Geräte gefunden. Wie der Konkurrent zeigt auch Earthscape die Weltkugel dreidimensional an, über die “Follow”-Funktion zoomt die App auf den Ort.

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Das Kartenmaterial außerhalb Amerikas ist Google Earth hoffnungslos unterlegen. Das will Earthscape durch den Ausbau der Community wieder wettmachen, denn jeder iPhone-Besitzer und Eartscape-Anwender kann seine mit dem Mobiltelefon geschossene Bilder hochladen. Das Programm weist sie Dank der Ortsbestimmung der Geräte gleich der richtigen Stelle auf dem Erdenrund zu. Andere Anwender können sie kommentieren, Du kannst Freunde hinzufügen und Nachrichten senden. Selbst Audionotizen sind möglich.

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In Deinem eigenen Profil können Du und andere erfolgen, wie viele Kilometer Du zurückgelegt hast. Der Spitzenreiter ist ein Truckdriver, der über 460 Bilder hochgeladen und über 140.000 Kilometer zurückgelegt hat. Earthscape bietet neben Gruppen noch einige Ebenen an, mit denen Du gezielt bestimmte Objekte findest, zum Beispiel Brunnen, Bars und Erdbeben-Gebiete.

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Insgesamt ist das Programm ein netter Zeitvertreib und es macht Spaß, auf dem kleinen Apple Gerät um die Welt zu reisen. Lediglich die teilweise langen Ladezeiten trüben das Vergnügen, aber schneller als Phileas Fogg ist man allemal – und von Tigern wird man auch nicht gefressen.

Bild: Wolfgang Staudt, “Navajo Girl”. Some rights reserved. Flickr

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