Gmail: Google+-Kontakte können künftig direkt angeschrieben werden – ohne E-Mail-Adresse

Lukas Funk

Nachdem gestern erst die Gmail-App ein Update erhalten hat, das das automatische Laden von Bildern auch auf Smartphones und Tablets ermöglicht, kündigte Google in der vergangenen Nacht gleich das nächste neue Feature seines E-Mail-Dienstes an: Zukünftig werden beim Eintippen von Empfängern nicht nur Kontakte aus dem eigenen Adressbuch vorgeschlagen, sondern auch solche, die man auf Google+ eingekreist hat — selbst wenn deren E-Mail-Adresse nicht öffentlich sichtbar ist.

Gmail: Google+-Kontakte können künftig direkt angeschrieben werden – ohne E-Mail-Adresse

Seit Google+-Kreise auch in Gmail sichtbar sind, gibt es Spekulationen, dass diese über kurz oder lang die klassische Kontaktliste ersetzen könnten. Ein kommendes Update könnte einen weiteren Schritt in diese Richtung bedeuten. Bald nämlich sollen beim Schreiben von E-Mails im Empfängerfeld nicht nur Kontakte aus dem Adressbuch, sondern auch von Google+ vorgeschlagen werden.

gmail-google-plus-kontakte-1

Auch wenn ein eingekreister Kontakt seine E-Mail-Adresse nicht für andere Personen freigegeben hat, soll die Kontaktaufnahme möglich sein, allerdings nach einem eingeschränkten Prinzip: Befindet man sich selbst nicht in den Kreisen des Adressaten, so landet die Mail in dessen Social-Tab in Gmail. Antwort er nicht auf die Mail, bleibt seine Adresse unsichtbar und es sind keine weiteren Nachrichten möglich — so soll Spam verhindert werden. Antwortet er jedoch oder fügt er den Absender selbst zu seinen Kreisen hinzu, wandert die Konversation in den primären Tab und die E-Mail-Adresse wird sichtbar.

gmail-google-plus-kontakte-3

Wer nun eine ähnliche Welle der Entrüstung wittert, wie sie sich bei der Verbindung von Google+ und YouTube manifestierte, dem sei gleich der Wind aus den Segeln genommen: Das neue Feature wird — zumindest vorläufig — auf freiwilliger Basis eingeführt. Ein Hinweis darauf sowie die Option zur Freischaltung wird in den kommenden Tagen allen Nutzern von Gmail und Google+ angezeigt werden.

gmail-google-plus-kontakte-2

Ganz neu ist dieser Ansatz übrigens nicht: Schon heute kann man in seinem Google+-Profil festlegen, wer — eingekreiste Personen, deren Bekanntschaften, die Öffentlichkeit oder niemand — über das Google+-Profil Kontakt herstellen darf. Die Neuerungen stellen also nur eine komfortable Erweiterung für Nutzer dieses Features dar.

Quelle: Gmail Blog [via Android Police]

Weitere Themen: Google

Neue Artikel von GIGA ANDROID