Der Entführte, der mit Google Maps nach 23 Jahren seine Familie fand

Selten schreiben wir hier im Tech-Bereich über wirklich Herz erwärmende Angelegenheiten. Deshalb möchte ich auch kurz über die folgende Angelegenheit schreiben, auch wenn Sie mit Android nicht viel zu tun hat,sondern sich vor allem um Google Maps dreht

Der Entführte, der mit Google Maps nach 23 Jahren seine Familie fand

Wir in der 1. Welt haben oft wirklich Probleme, die überhaupt keine sind: Wir wissen nicht, wo wir essen gehen sollen oder wo wir unseren nächsten Urlaub machen, wie wir von der Stadtmitte am schnellsten zu einem bestimmten Ziel kommen und so weiter. Dazu steht uns glücklicherweise Google Maps mit Rat und Tat zur Seite, um uns unser ach so schweres Leben zu erleichtern. Aber Googles Kartografie-Dienst kann noch viel mehr: Zum Beispiel Menschen zusammen bringen und die eigentlich zusammen gehören, die aber gewaltsam getrennt wurden. Dies ist die Geschichte des Chinesen Luo Gang

Als fünfjähriger Junge wurde Luo Gang (Name wurde geändert) entführt und an einen Ort 1.500 Kilometer von seiner Heimat verschleppt. Dort erhielt er einen neuen Namen und eine neue Familie. Die nächsten 23 Jahre lebte Luo Gang ein relativ normales Leben mit, ging zur Schule und zum Militär und so weiter. Doch laut Luo Gang konnte er den Tag seiner Entführung nie vergessen und versuchte deshalb, jede Nacht, bevor er schlafen ging, sich an seinen Heimatort zu erinnern. Mit den Jahren verblasste natürlich auch die Erinnerung an den Ort, das einzige was übrig blieb, waren zwei Brücken.

Im vergangenen Jahr dann machte sich Luo Gang mit Hilfe einer Webseite für Entführungsopfer und einer groben, selbstgezeichneten Skizze seines Heimatortes auf die Suche nach seiner Herkunft. Ca. 6 Monate später dann erhielt er eine Nachricht eines freiwilligen Helfers, der ihm mitteilte, dass ein Paar in Guangan, Sichuan vor 23 Jahren einen Sohn verloren hatte.

Der nächste Schritt erklärt sich fast von selbst: Luo gang schaute sich in der Satellitenansicht von Google Maps die Stadt an, um Ähnlichkeiten zu seiner Erinnerung zu entdecken. Und tatsächlich fand er dort die beiden Brücken, an die er sich erinnerte. Lange Rede , kurzer Sinn: Luo Gang, dessen Geburtsname Huang Yun lautet, kehrte zu seiner Familie zurück und konnte herausfinden, dass er der Erstgeboren war und noch drei jüngere Schwestern hatte.

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Quelle: The Next Web, Artikelbilder: Nhaidu

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